Strategy kauft zuerst STRC zurück: Coin-Stocking-Position bleibt unverändert, aber es geht um Vorzugsaktien
Erstmal die Stiche: Diesmal hat Saylor nicht aufgestockt $BTC , sondern Vorzugsaktien zurückgekauft. Strategy ( $MSTR )-Offenlegung: Es wurden etwa 176 Mio. US-Dollar $STRC zurückgekauft und die Rückkaufermächtigung für Digital Credit Securities von 1 Mrd. US-Dollar auf 2 Mrd. US-Dollar erhöht. Bis zum 7. September hält man weiterhin 845.050 Stück $BTC ; außerdem gibt es rund 6,5 Mrd. USD an Vermögenswerten. Quelle ist die Offenlegung von Michael Saylor selbst am 8. September auf X. Meine Einschätzung: Das ist nicht schon wieder ein weiterer „Public-Offering-Crypto-Vorratskassen“-Zahlungsverkehr. Die Position wurde nicht geändert, geändert wurde stattdessen die Kapitalstruktur – indem man zukünftige Dividendenverpflichtungen diskontiert zurückkauft und das BTC-Exposure im Wesentlichen behält. Die nächste Szene der „Coin-Stocking“-Firmen könnte vermehrt bei Vorzugsaktien und Kreditinstrumenten stattfinden – und nicht nur beim Spotkauf.
SEC überarbeitet Regeln für transfer agents: On-Chain-Aktionärsverzeichnis wird „erlaubt“, nicht „verpflichtend“
Zuerst die Stichpunkte: Die SEC hat dieses Mal nicht verkündet, dass „Aktien vollständig on-chain“ seien, sondern die seit Ende der 1970er/Anfang der 1980er-Jahre kaum veränderten Regeln für Übertragungsstellen (transfer agent) neu geschrieben – sie stellt klar, dass eine Blockchain oder andere verteilte Ledger als „master securityholder file“ (oder als Teil davon) verwendet werden dürfen, aber sie zwingt dazu nicht. Der Vorschlag wurde am 1. September eingereicht (Release No. 34-106246, File No. S7-2026-30), am 4. September im Federal Register veröffentlicht (91 FR 56946). Die Frist für Stellungnahmen ist sehr klar formuliert: 3. November 2026. Es lohnt sich, auf die Details zu achten – nicht auf Parolen:
Circle Arc Mainnet öffentlich terminiert auf den 16. September: Institutionen als Validatoren – härter als die Story
Es lohnt sich nicht, auf eine weitere Schlagzeile „Eine neue Kette wird kommen“ zu starren, sondern darauf, wer dabei hilft, Blöcke zu produzieren. Circle gibt bekannt: Arc Mainnet öffentliches Netzwerk soll am 16. September live gehen. In der Phase des privaten Mainnets gibt es bereits 100+ Ökosysteme und institutionelle Builder. In der Liste der Gründungs-Validatoren sind BlackRock, DTCC, Visa, Mastercard, ICE, Standard Chartered, Galaxy, MoneyGram, SBI, Global Payments, Sumitomo und weitere vertreten – gemeinsam mit Circle laufen die Berechtigungs-Validatoren im Validierungspool. Designpunkt „Abrechnungsschicht“: Gebühren $USDC werden nach Stückzahl berechnet, mit Fokus auf ultimative Endgültigkeit im Subsekundenbereich, für Zahlungen mit Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und institutionelles On-Chain-Finance. BlackRock erwartet, BUIDL auf Arc zu deployen; die Zusammenarbeit mit der DTCC deutet darauf hin, dass in der zweiten Jahreshälfte 2027 die Verwahrung tokenisierter DTC-verwahrter Vermögenswerte auf Arc überführt wird.
Capital B kauft erneut 376 Stück $BTC: Die Treasury eines börsennotierten europäischen Unternehmens stockt auf
Direkt zur Sache: Die Bitcoin-Treasury eines an der Börse notierten europäischen Unternehmens nutzt wieder eine Eigenkapitalfinanzierung, um nachzufüllen – kein Slogan, sondern ein buchhalterischer Zukauf. Laut CryptoBriefing (7. September): Capital B (ehemals The Blockchain Group, Euronext Growth Paris, Code ALCPB) hat 376 Stück \$BTC neu gekauft und dafür rund 25,3 Millionen € ausgegeben (ca. 29,0 Millionen €); der Bestand stieg auf 3.521 \$BTC . Diese Charge an Kosten beträgt etwa 67.300 € pro Aktie/Einheit und liegt deutlich unter dem bisherigen Durchschnittspreis von etwa 3.145 Stück (ca. 90.352 €). Auf der Kapitalseite: Ende August hat Adam Back (Blockstream) rund 7,6 Millionen € als Beteiligung eingezahlt – ein Teil einer größeren Tranche von etwa 21 Millionen € im Rahmen einer Platzierung (inkl. institutionellem TOBAM). Verwahrt bei der Swissquote Bank Europe.
Harmony schlägt die Abschaltung von L1 vor: Sieben Jahre L1-Chain – Weg zu Ethereum
Sieben Jahre lang eine L1-Chain – es wird vorgeschlagen, sie abzuschalten. Harmony veröffentlichte am Sonntag einen unverbindlichen Vorschlag: das finale Snapshot festlegen, $ONE in ein ERC-20 auf Ethereum umwandeln und Börsen können gleich mit migrieren und die Listings übertragen. Wallets, Staking, Validatoren-Belohnungen, Contract-Guthaben und CEX-Positionen werden per Airdrop auf derselben Adresse verteilt; kein manuelles Claim nötig. Aber es gibt harte Mängel: Mehrsignatur-Tresore, LPs und On-Chain-Anwendungen lassen sich nicht rechtzeitig migrieren. Die offizielle Stelle drängt die Nutzer, die Smart Contracts bis zum 10. September zu verlassen; Validatoren können die Knoten ab diesem Tag ebenfalls abschalten, rechtzeitig in den Shutdown gehen und als Gegenleistung einen Ausgleichspool von rund 1,372 Millionen US-Dollar als Governor übernehmen lassen. Der Hintergrund ist alles andere als leicht: Vor weniger als vier Wochen hat jemand etwa 4 Milliarden Token $ONE gefälscht, also rund 26% der Gesamtmenge. Das Projekt wollte zeitweise zurückrollen, um über 10.000 Transaktionen wieder zu löschen. Von „Chain reparieren“ hin zu „nicht mehr reparieren, auf $ETH migrieren“ – genau das ist der Knackpunkt.