Bitwise-CIO: Die STRC-Volatilität deutet auf das Ende des Marktzyklus hin – der Marktboden könnte nahe sein
In letzter Zeit hat Bitwise-CEO und Chief Investment Officer Matt Hougan seine Einschätzung zur Kursvolatilität des STRC-Tools (Preferred-Stock-Instrument von Strategy, ehemals MicroStrategy) und zu den Auswirkungen auf den Marktzyklus veröffentlicht.
Er führte aus, dass der STRC-Kurs von zeitweise 100 US-Dollar auf 75 US-Dollar gefallen sei, vor allem wegen der Sorgen der Anleger über die Fähigkeit und Bereitschaft von Strategy, Dividenden zu zahlen.
Strategy habe jedoch bereits ein neues Rahmenwerk angekündigt: Dadurch kann die Dividendenverpflichtung über regelmäßigen Verkauf von Bitcoin erfüllt werden, und die automatische Erhöhung der Verschuldung zur Verteidigung eines 100-Dollar-Kurses wird beendet.
Hougan ist der Ansicht, dass die Volatilität von STRC ein typisches Phänomen des „Zyklus-Endes“ sei. Denn an der Spitze eines Marktzyklus jagen Anleger oft über Kontrakte nach hohen Renditen; erst wenn diese Hebel bereinigt sind, kann der Markt wirklich seinen Boden finden.
STRC bedeutet im Kern: Kapital, das nach hoher Rendite bei niedriger Volatilität sucht, wird dafür eingesetzt, Bitcoin zu kaufen – doch Bitcoin bietet weder das eine noch das andere. Dieser Teil des Kapitals muss aus dem Markt herausgeführt werden.
Er erwartet, dass die Ära endet, in der Strategy einer der wichtigsten Bitcoin-Käufer war. Künftig würden institutionelle Investoren (Banken, Asset Manager, Pensionsfonds, Staatsfonds usw.) die Rolle als Hauptnachfrager übernehmen, und er weist darauf hin, dass unter anderem Morgan Stanley und die Wells Fargo Bank bereits entsprechende Positionen aufbauen.
Hougan sagte, obwohl er den Marktboden nicht exakt vorhersagen könne, lohne es sich, auf Signale wie den Abschlag beim MSTR-Handel, den Rückgang des Fear-and-Greed-Index in den Bereich äußerster Angst sowie das Umschlagen der Zinsen für gehebeltes Kapital in den negativen Bereich zu achten.
Zu den Sorgen hinsichtlich Liquidationsrisiken erklärte er, dass ein solches Szenario eher unwahrscheinlich sei. Denn Strategy verfügt derzeit über 52 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln, während die Schulden nur 7 Milliarden US-Dollar betragen; dafür müsste Bitcoin um über 70 % abstürzen und dies über mehrere Jahre anhalten, bevor überhaupt eine Liquidationsgefahr entstehen könnte.
Insgesamt betrachtet gilt: Obwohl die Volatilität von STRC und die Korrektur beim MSTR-Aktienkurs sichtbar sind, glaubt Hougan, dass dies die typische Dynamik in der Spätphase eines Zyklus ist. Das könnte bedeuten, dass der Marktboden möglicherweise bereits nahe ist; für den Herbst wird ein Start einer neuen Bitcoin-Bullenmarktphase erwartet.
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