Gold hat heute einen Schritt entgegen dem Trend gemacht, am 13. Juli (Beijing-Zeit) hat der aktuelle Kurs bei etwa 4085 leicht gehustet/gezuckt; intraday weicht er nur moderat vom Aufwärtstrend ab, etwa 0,25%. Auf dem Chart passiert tatsächlich etwas – lassen Sie uns zuerst die Logik der Engine erläutern.
Die Interpretation der Zuordnungs-Engine lautet: Auf dem Markt kursieren zwei geostrategische Gerüchte – angeblich seien Soldaten der US-Armee im Irak-Kuwait im Zuge von iranischen Angriffen ums Leben gekommen, und außerdem soll es im Bereich des Atomkraftwerks Buschehr zu einem Angriff gekommen sein. Berichten zufolge wurden beide Meldungen von den jeweiligen Stellen bestritten und dementiert. Ob die Inhalte wahr oder falsch sind, sei dahingestellt: Die Marktreaktion besteht darin, einen Teil der zuvor aufgestauten Geostrategie-Risikoaufschläge wieder abzubauen.
Was bedeutet das für Gold? Wenn die geopolitische Lage abkühlt, fällt auf der Seite des Öls der dortige Risikoaufschlag ebenfalls zurück. Vorsorgegelder sind dann eher bereit, in Gold und ähnliche “Harte Währungen” zu verbleiben. Die stützende Wirkung dieser $PAXG-Bewegung dürfte ungefähr aus diesem Stimmungsumschwung kommen. Allerdings möchte ich darauf hinweisen: Diese Spur hat eine eher geringe Vertrauenswürdigkeit und wird hauptsächlich von der Stimmung getrieben – nehmen Sie sie nicht als ausgemachte Sache.
Im Chart sind 4085 derzeit die Position des Long-/Short-Handels; oberhalb liegt das frühere Hoch bei 4208 als Widerstand. Unterhalb, im Bereich um 4043, besteht weiterhin Unterstützung. Der Ausblick ist im Grunde simpel: Wenn die Dementi-Berichte weiter anhalten und die geopolitische Lage dauerhaft abkühlt, ist die entscheidende Schwelle, ob der Goldpreis über 4085 bleiben kann.
Halten Sie diese Bewegung für eine echte Rückkehr der Vorsorgegelder – oder ist es nur ein Tagesausflug, ausgelöst durch Rauschen in den Nachrichten?
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