Nach dem Mittagessen einmal kurz den Chart checken: ETH steht bei 1737. Es ist um weniger als 1 Punkt gefallen, aber das Handelsvolumen liegt bei 358 Mio. USDT – das Volumen ist stark zurückgegangen. Ich habe das Gefühl, das Geld schaut nur zu und bewegt sich nicht.
RSI 55,5 ist eher leicht bullish, MACD ist noch im Long-Bereich, aber DIF liegt nur bei -6,7 – die Stärke ist nicht überzeugend. MA5 und MA20 kleben fast zusammen bei 1733 und 1736. Der Kurs hängt über diesen beiden Linien. Der Bollinger-Band-Verlauf zeigt leicht nach oben, aber die Bandbreite beträgt nur 3,9 % – es fehlt an Kraft, um die Bänder auseinanderzuziehen.
Warum schauen die Leute auf ETH? Das Volumen ist niedrig, die Seitwärtsphase hält zwischen zwei wichtigen Marken: 1721 und 1813. Die Schwankungen sind auf ein Extremmaß eingeschrumpft. In so einer Situation „presst“ der Markt normalerweise entweder eine große Kerze nach oben oder eine große nach unten. Es gibt zusätzliche Long-Signale, aber man sollte ihnen nicht blind vertrauen.
Das Risiko: Das Volumen ist nur 0,3-mal so hoch wie der 20-Tage-Durchschnitt. Damit kann man nicht richtig hochziehen und auch nicht tief genug drücken – die Wahrscheinlichkeit für einen Fehlausbruch ist hoch.
Mein Plan ist: Wenn der Rücksetzer nahe 1721 hält, probiere ich mit kleiner Positionsgröße Long. Stop-Loss setze ich unter 1713; zuerst schaue ich bei 1810. Wenn 1713 direkt gebrochen wird, mache ich nichts und warte auf eine Bestätigung. Das ist nur mein persönlicher Plan, kein Trading-Call. Wenn du verlierst, such dir die Schuld nicht bei mir.
An der Stelle ist es nicht gut zu handeln, ich mache erstmal Pause.
Es sind jetzt fast zwei Stunden seit Eröffnung vergangen, aber ETH folgt dem Gesamtmarkt nicht mit dem Anstieg. Es pendelt nur selbst bei 1735, gefallen ist es um fast einen Prozentpunkt.
Diese Kerze wirkt weich. In den letzten 24 Stunden ist sie von 1764 auf 1713 gerutscht. Jetzt läuft sie mit reduzierten Volumina seitwärts, das Handelsvolumen liegt nur bei 0,3-facher des Durchschnitts. Niemand greift zu.
Technisch gesehen liefern Long- und Short-Signale ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der MACD ist immer noch in positiven (bullischen) Säulen, aber der RSI ist auf 47,7 gefallen – eher schwach. Am wichtigsten ist, dass MA5 und MA20 bei 1738 praktisch festkleben; der Kurs läuft direkt an ihnen entlang – keine Richtung.
Das Bollinger-Band ist in seiner Breite auf 4,4 % geschrumpft. Der Kurs hängt im Bereich leicht oberhalb der Mittellinie – wie ein aus der Luft gelassenes Ballonstück ohne Druck.
Unten wird bei 1713 gestützt. Wenn das bricht, ist die Zone um das vorherige Tief bei 1700 in Gefahr. Oben bei 1810 liegt ein harter Brocken; wenn ein Rebound dort nicht durchkommt, ist es eher ein Köder.
Mein eigener Plan: Nicht hinterherlaufen bei Long. Wenn ein Rücksetzer in den Bereich 1713–1722 kommt und dort mit reduziertem Volumen stabil steht, würde ich einen Long in kleiner Stückzahl in Betracht ziehen, mit Stop-Loss unter 1708. Wenn 1713 direkt mit hohem Volumen nach unten durchstoßen wird, dann schau ich einfach nur zu – und fange keine fallenden Messer. Wenn ihr Verlust macht, macht nicht mich verantwortlich.
Dieser Markt macht echt müde. Ich lege erst mal eine Pause ein.