Bitcoin-Exchange-Reserven haben in unter drei Wochen einen Abfluss von sechs Wochen zu 84% rückgängig gemacht – seit dem 28. Juli sind 28.000 BTC auf die Börsen zurückgeflossen.
Die Daten: Santiment zeigt, dass die BTC-Exchange-Reserven am 12. Juni bei 1,337 Mio. BTC ihren Höchststand erreichten, am 28. Juli auf ein Tief von 1,304 Mio. BTC fielen (ein Abzug von 33.000 BTC) und dann bis zum 16. August auf ~1,332 Mio. BTC zurücksprangen – und damit 28.000 BTC in weniger als der Hälfte der Zeit zurückholten, die der Abfluss gebraucht hatte. Die Reserven liegen nun nur noch ~5.200 BTC unter dem Juni-Höchststand, dem höchsten Stand seit dem 15. Juni.
Der Haken: Mehr BTC auf den Börsen bedeutet mehr liquide, sofort verkaufbare Angebotsmenge – das Gegenteil dessen, was die Erzählung „ETF-Nachfrage entzieht handelbares BTC“ vor ein paar Wochen nahelegte. Santiment selbst weist darauf hin, dass dieser Rückprall nicht unbedingt aktives Verkaufen bedeutet; er könnte auch OTC-Abwicklungen, Arbitrage-Flüsse oder die ETF-Mechanik zum Erstellen/Rückgeben von Anteilen widerspiegeln, bei der Coins herumgeschoben werden, statt dass Inhaber sie abstoßen.
Unsere Einschätzung: Das wirkt gleichzeitig in beide Richtungen – es schwächt das Supply-Squeeze-Bull-Case, bestätigt aber auch keinen Bear-Case. Beobachtbarer, falsifizierbarer Prüfpunkt: Steigt dieses Reserveniveau weiter zurück in Richtung des Juni-Höchststands, oder war das nur eine kurzfristige Umkehr?
Ändern steigende Exchange-Reserven deine Einschätzung zur BTC-Angebotsgeschichte, oder ist das nur Rauschen im Fluss?
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