Der US-Iran-Deal sieht vielversprechend aus, aber die Hürde im Persischen Golf ist noch nicht genommen.
Der Markt hat wieder angefangen, auf die Erwartung zu handeln, dass die "USA und Iran kurz vor einem Deal stehen", aber ein genauerer Blick zeigt, dass beide Seiten noch eine Strecke bis zur eigentlichen Umsetzung vor sich haben.
Die Haltung der USA ist ziemlich direkt: Sobald der Deal unterzeichnet ist, soll der Persische Golf sofort für alle Schiffe geöffnet werden, und am besten sollen keine zusätzlichen Durchfahrtgebühren erhoben werden.
Iran hat hingegen eigene Vorstellungen. Der Golf kann wieder geöffnet werden, aber Iran möchte das Recht behalten, Gebühren für die entsprechenden Schifffahrtsdienstleistungen zu erheben, während sie gleichzeitig versuchen, die Seeblockade aufzuheben, eingefrorene Vermögenswerte freizugeben und die Sanktionen schrittweise zu lockern.
Kurz gesagt, beide Seiten möchten zwar verhandeln, kämpfen aber darum, wer das Tempo diktiert und wer mehr Hebel besitzt.
Der Persische Golf ist keine gewöhnliche Wasserstraße; er beeinflusst den globalen Energietransport. Solange der Deal nicht zustande kommt, wird das geopolitische Risiko im Rohölpreis schwer zu beseitigen sein; die Ölpreise bleiben hoch und könnten weiterhin die Inflationsprognosen und den Spielraum für Zinssenkungen beeinflussen, was letztendlich auch Druck auf den US-Markt und den Kryptomarkt ausüben könnte.
Für BTC hat solch eine Nachricht normalerweise zwei Auswirkungen.
Wenn der Deal vorankommt und der Druck auf Ölpreise und Inflation nachlässt, könnte die Stimmung für Risikoanlagen sich verbessern; aber wenn beide Seiten erneut einander abstreiten oder die Unterzeichnung verschieben, wird der Markt wieder in den Risikoaversion-Modus eintreten, und die kurzfristigen Schwankungen werden verstärkt.
Ich persönlich denke, der größte Fehler, den man jetzt machen kann, ist, die Worte "nahezu ein Deal" zu sehen und sofort zu glauben, dass die Sache bereits gelöst ist.
Worauf man wirklich achten sollte, sind nicht die mündlichen Erklärungen, sondern drei Ergebnisse: Wann wird der Golf wieder normal befahrbar sein, müssen Schiffe weiterhin Gebühren zahlen, und wird die USA gleichzeitig die Blockade und die Sanktionen aufheben?
Solange diese drei Punkte nicht klar definiert sind, bleibt der US-Iran-Deal nur ein Rahmen, nicht das Ende.
Der Markt fürchtet nie wirklich schlechte Nachrichten, sondern dass gute Nachrichten immer wieder verschoben werden.
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