Die private Lohnbuchhaltungsfirma ADP berichtete, dass Arbeitgeber im Juni 98.000 Arbeitsplätze geschaffen haben, nach 122.000 im Mai. Das deutet darauf hin, dass die Einstellungstätigkeit im Vergleich zu den früheren Monaten abkühlt. Der größte Teil des Stellenwachstums kam aus dem Bildungs- und Gesundheitswesen, das die meisten Positionen hinzugewann. Auch andere Bereiche wie Handel, Transport und Finanzdienstleistungen verzeichneten Zuwächse, während in den Bereichen natürliche Ressourcen und Bergbau Arbeitsplätze abgebaut wurden.
Ein wichtiger Punkt ist, dass gerade kleine Unternehmen die Einstellung anführen und im Vergleich zu großen Firmen die meisten Jobs schaffen. Gleichzeitig steigen die Löhne weiterhin um etwa 4,4 % pro Jahr, was zeigt, dass die Einkommen der Beschäftigten auch dann wachsen, wenn das Einstellen langsamer wird.
Aus einer breiteren Perspektive ist der Arbeitsmarkt nicht schwach, aber er ist nicht mehr so stark wie zuvor. Nach der Erholung nach COVID-19 verlief das Jobwachstum sehr schnell. Nun wird die Lage wieder ausgeglichener. Menschen brauchen länger, um einen Job zu finden, und einige Branchen stehen vor Fachkräftemangel, während andere das Einstellen verlangsamen.
Auch unterschiedliche Berichte liefern gemischte Signale. Beispielsweise deuten Daten von Vanguard darauf hin, dass es im Juni nahezu kein Jobwachstum gab – vor allem bei jüngeren Arbeitnehmern. Das könnte bedeuten, dass Unternehmen beim Einstellen vorsichtiger werden. Andererseits meldete ein anderes Unternehmen (Revelio Labs) einen deutlich stärkeren Anstieg, was zeigt, wie unsicher die aktuelle Lage ist.
Alle Augen richten sich nun auf den offiziellen Regierungsbericht, der voraussichtlich etwa 110.000–118.000 neue Arbeitsplätze ausweisen wird. Wenn die Zahl nahe an den Erwartungen liegt, würde das bestätigen, dass der Arbeitsmarkt stabil ist, aber langsamer wächst.
Für die Märkte ist das von großer Bedeutung. Ein langsamerer Arbeitsmarkt könnte den Druck auf die Inflation verringern, was die US-Notenbank (Federal Reserve) und ihre Entscheidungen zu den Zinssätzen beeinflussen könnte. Derzeit konzentriert sich die Fed weiterhin darauf, die Inflation unter Kontrolle zu halten, aber ein schwächeres Jobwachstum könnte ihren künftigen Kurs verändern.
➡️ Jobs wachsen weiterhin
➡️ Aber die Einstellungen werden langsamer
➡️ Die Wirtschaft geht in eine stabilere, weniger aggressive Phase
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