Man kann es sich so vorstellen: Alle Miner validieren, aber nicht jeder validierende Knoten betreibt auch Mining. Viele Knoten verifizieren und leiten Daten lediglich weiter, ohne je zu versuchen, selbst einen Block zu erzeugen. In PoW-Netzwerken ist Validieren also die übergeordnete Tätigkeit, während Mining die spezielle Aufgabe ist, neue Blöcke zu erzeugen.
Anschließend wählt das Protokoll Validatoren aus, die neue Blöcke vorschlagen oder die Gültigkeit eines Blocks bestätigen. In PoS-Blockchains hängt die Auswahl nicht von der Rechenleistung ab. Stattdessen beruht sie in der Regel auf einer Kombination aus Zufall und der Höhe des Stakes. Ein größerer Stake kann somit die Wahrscheinlichkeit erhöhen, für die Validierung eines Blocks ausgewählt zu werden.
In PoS-Netzwerken erhält ein Validator, der seine Aufgabe korrekt erfüllt, Rewards, die häufig aus neu ausgegebenen Tokens und einem Anteil an den Transaktionsgebühren bestehen. Das System sieht aber auch Strafen vor.
PoW-Blockchains beruhen auf einem anderen Anreizmodell: Miner verdienen Block-Rewards und Transaktionsgebühren, doch es gibt keine hinterlegte Sicherheitsleistung, die durch Slashing vernichtet werden könnte. Ein ineffizienter oder unehrlicher Miner wird bereits durch die hohen Mining-Kosten bestraft. Verstößt er gegen die Regeln, weisen die restlichen Netzwerkteilnehmer seine Blöcke einfach zurück, sodass er die aufgewendete Energie und die eingesetzten Mittel verliert, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten.
Einen Validator zu betreiben, kann technisch aufwendig sein und eine erhebliche Menge an Tokens erfordern. Deshalb ermöglichen viele PoS-Netzwerke es kleineren Holdern, ihre Tokens stattdessen an einen bestehenden Validator zu delegieren.
Der Holder behält das Eigentum an seinen Tokens und hilft dem Validator zugleich, mit ihnen das Netzwerk abzusichern. In der Regel erhält er dabei einen Anteil an den Rewards. So kann man an der Sicherung einer Blockchain mitwirken, ohne selbst die Hardware betreiben zu müssen.
So wie PoS-Systeme es kleinen Token-Holdern ermöglichen, ihre Tokens an einen Validator zu delegieren, haben in PoW-Netzwerken auch kleinere Teilnehmer eine eigene Möglichkeit, sich zu beteiligen: Mining-Pools. In einem großen Netzwerk allein Mining zu betreiben, ist schwierig, weil ein einzelner Miner mit begrenzter Rechenleistung kaum eine Chance hat, den nächsten Block zu finden und den Reward zu erhalten.
Ein Mining-Pool löst dieses Problem, indem er es vielen Minern ermöglicht, ihre Rechenleistung zu bündeln und zusammenzuarbeiten. Gelingt es dem Pool, einen Block hinzuzufügen, wird der Reward im Verhältnis zur jeweils beigetragenen Arbeit unter den Teilnehmern aufgeteilt. So erhalten einzelne Miner kleinere, dafür aber regelmäßigere Auszahlungen, statt nur selten bis nie einen ganzen Block-Reward für sich allein zu erzielen.
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Redaktion der Binance Academy