Der Markt Südkoreas für Single-Stock-Leverage- und Inverse-ETFs hat einen dramatischen Rückgang der Handelsaktivität erlebt; dies zeigt, wie schnell spekulative Nachfrage verschwinden kann, wenn sich der Einsatz von Hebelprodukten verteuert und die Marktbedingungen volatiler werden.
Die am 27. Mai eingeführten Produkte bilden Samsung Electronics und SK hynix ab, mit täglichem Leverage von 2x bzw. inverse 2x. Laut Daten der Korea Exchange, die am 26. August gemeldet wurden, war der kombinierte tägliche Umsatz über 16 solcher Produkte auf 842,9 Mrd. ₩ gefallen – das sind 90,4 % weniger als der durchschnittliche tägliche Wert der vergangenen drei Monate von 8,77 Billionen ₩.
Was hat den Rückgang ausgelöst?
Die größte Veränderung kam von den Regulierungsbehörden.
Ab dem 31. Juli mussten Anleger eine Barkaution von 30 Millionen ₩ hinterlegen, zuvor waren es 10 Millionen ₩. Neue Anleger mussten außerdem ein Simulationshandelsprogramm absolvieren, bevor sie Zugang zu den Produkten erhielten.
Die Beschränkungen wurden eingeführt, nachdem gehebelte ETFs stark mit Südkoreas jüngstem Privatanleger-Boom und den heftigen Marktschwankungen in Verbindung gebracht worden waren. Der Handel mit den Flaggschiffprodukten, die an Samsung Electronics und SK hynix gekoppelt sind, brach anschließend um mehr als 90 % ein.
Privatanleger ziehen Geld ab
Die Verlangsamung betrifft nicht nur das Handelsvolumen.
Zwischen dem 31. Juli und dem 28. August verkauften Privatanleger netto rund 1,773 Billionen ₩ über die 16 gehebelten und inversen ETFs mit Bezug auf Samsung Electronics und SK hynix. Gleichzeitig verlagerte sich ein Teil des Geldes in breitere inländische Index-ETFs und Auslandsprodukte.
Warum gehebelte ETFs gefährlich sein können
Diese Produkte setzen ihre Hebelwirkung jeden Tag zurück. Das bedeutet, dass Anleger nicht einfach die doppelte langfristige Rendite der Aktie erhalten.
In einem stark volatilen Markt können wiederholte Gewinne und Verluste einen negativen Zinseszinseffekt erzeugen, wodurch ein gehebelter ETF an Wert verliert, selbst wenn die zugrunde liegende Aktie schließlich wieder in Richtung ihres ursprünglichen Preises steigt.
Was bedeutet das für den südkoreanischen Markt?
Der Einbruch der Aktivität bei gehebelten ETFs könnte den spekulativen Druck verringern und dazu beitragen, einige der extremen kurzfristigen Schwankungen zu begrenzen, die am südkoreanischen Aktienmarkt zu sehen waren.
Doch es gibt noch eine andere Seite der Geschichte.
Einige Anleger könnten die Hebelwirkung nicht vollständig aufgeben. Sie könnten einfach in andere gehebelte Produkte, breitere ETFs oder Auslandsmärkte wechseln.
Das macht die nächsten Monate besonders wichtig.
Bewegt sich Korea hin zu einem gesünderen Anlagemarkt, oder verlagert sich die Hebelwirkung einfach nur woandershin?
⚠️ Gehebelte Produkte können sowohl Gewinne als auch Verluste verstärken. Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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