Es gibt eine Bitcoin-Adresse, die seit 14 Jahren und 11 Monaten völlig reglos war. Kein einziges Bewegen. Kein Signal. Nur <30 $BTC > schlafend seit August 2011, als die Münze weniger als 10 Dollar wert war.

Letzten Samstag, ohne Vorankündigung, ist dieses Wallet aufgewacht. Es hat in einem einzigen Block 1,88 Millionen Dollar bewegt. $USDT

Das war kein Einzelfall. Analysten von Galaxy Research verfolgen seit Monaten ein merkwürdiges Muster: Ahnen-/Stammadressen, die genau dann anfangen sich zu bewegen, wenn ein Gericht in New York sie in einer Klage nennt.

Denn das ist nicht nur eine Geschichte über Phantom-Wallets. Es ist ein Gerichtsverfahren, das neu definieren könnte, was es bedeutet, „Besitzer“ eines Wallets zu sein.

Der Fall betrifft 39,069 Bitcoin-Adressen. Zusammen enthalten sie laut Timechain Index etwa 3,7 Millionen BTC. Zum aktuellen Preis sind das 234 Milliarden Dollar, die in Adressen schlummern, die seit über einem Jahrzehnt niemand anfasst.

Die Klage macht geltend, die Adressen seien als „verlorenes Eigentum“ nach einem Landesgesetz zu behandeln, das ursprünglich für vergessene Bankkonten gedacht war—nicht für kryptografische Schlüssel.

Doch jemand konterte. Ein Nutzer, der sich als „John Doe 33“ identifiziert—vermeintlicher Kontrolleur einer dieser Adressen—reichte einen Antrag ein, den Fall abzuweisen. Sein Argument ist so simpel wie beunruhigend: Eine Bitcoin-Adresse ist keine Person und keine juristische Einheit. Sie ist nur eine Datenkette. Wie verklagt man einen Datensatz?

Während die Anwälte streiten, wachen die Wallets weiter auf. Allein im Juni haben 31 im Zusammenhang mit dem Fall stehende Adressen 17,527 BTC bewegt. Im Februar waren es gerade einmal 4,834.

Die Frage, die noch niemand beantworten kann: Wenn der ursprüngliche Besitzer eines Wallets seit 14 Jahren kein Wort von sich gibt—wem gehört dann wirklich dieses Vermögen? Dem Code, dem Gericht oder jemandem, der den privaten Schlüssel hat?

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