Metadaten
Aktualisiert Aug 18, 2026 Metadaten sind Daten, die andere Daten näher beschreiben. Sie geben Auskunft über deren Merkmale, Herkunft oder Struktur und machen die zugrundeliegenden Daten dadurch leichter auffindbar und nutzbar.
Im digitalen Alltag begegnen einem Metadaten ständig. Eine Bilddatei enthält beispielsweise Angaben zum Aufnahmedatum, zum Kameramodell und zur Dateigröße, obwohl im Bild selbst nichts davon zu sehen ist. Im Kryptobereich beschreiben Metadaten häufig die Einzelheiten einer
Transaktion oder die Eigenschaften eines Tokens.
Auf einer
Blockchain kann ein Transaktionsdatensatz Metadaten wie den Zeitstempel, die beteiligten Adressen, den übertragenen Betrag und die gezahlte Gebühr umfassen. Diese Angaben beschreiben die Transaktion, stellen aber nicht den übertragenen Wert selbst dar.
Besonders wichtig sind Metadaten bei
nicht fungiblen Tokens (NFTs). Ein NFT, der auf einer Blockchain gespeichert ist, dokumentiert im Kern nur das Eigentum an einem Objekt. Erst die Metadaten geben diesem Token eine Bedeutung: Sie enthalten in der Regel den Namen, die Beschreibung, einen Bild- oder Medienlink sowie Informationen über die Merkmale, die das Objekt ausmachen. Ohne Metadaten ließe sich einem NFT zwar entnehmen, welche Wallet welchen Token besitzt, nicht aber, was sich tatsächlich hinter diesem Token verbirgt.
Für die Speicherung von NFT-Metadaten gibt es grundsätzlich zwei Wege. On-Chain-Metadaten werden direkt in den
Smart Contract geschrieben. Dadurch trägt der Token alle nötigen Informationen in sich und ist von externen Servern unabhängig. Dieser Ansatz ist meist dauerhafter, aber auch teurer, weil das Speichern von Daten auf einer Blockchain kostspielig sein kann.
Off-Chain-Metadaten liegen außerhalb der Blockchain. Der Token selbst enthält dann nur einen Verweis auf die Datei, der als Token-URI bezeichnet wird. Diese Datei kann auf einem
zentralisierten Server oder in einem dezentralen Speichernetzwerk wie
IPFS abgelegt sein. Die Off-Chain-Speicherung ist günstiger, doch die Metadaten sind unter Umständen nicht mehr abrufbar, wenn der verlinkte Speicherort offline geht. Deshalb entscheidet der gewählte Speicherort mit darüber, wie zuverlässig die Details eines NFTs langfristig verfügbar bleiben.
Wenn du weißt, wie Metadaten strukturiert sind und gespeichert werden, kannst du besser einschätzen, was ein Token tatsächlich darstellt und wie wahrscheinlich es ist, dass seine Details dauerhaft zugänglich bleiben.