Die meisten schauen nur darauf, dass $BTC gerade wieder über 81.000 gestiegen ist, übersehen aber eine noch deutlichere Zahlenreihe: Rund um das Wochenende wurden am gesamten Markt Positionen im Wert von etwa 800 Millionen US-Dollar liquidiert, wobei Long-Positionen fast einseitig aus dem Markt gespült wurden. Bei US-Spot-Bitcoin-ETFs gab es am Donnerstag Nettoabflüsse von rund 635 Millionen US-Dollar und am Freitag weitere 138 Millionen – insgesamt also etwa 774 Millionen US-Dollar in zwei Tagen. Die institutionellen Käufe sind gerade von anhaltenden Zuflüssen zu anhaltenden Abflüssen gekippt.
Ich tendiere dazu, erst einmal abzuwarten: Der Preis kann sich erholen, aber die Kapitalflüsse geben noch keine Entwarnung. Geringe Liquidität am Wochenende und erzwungene Verkäufe gehebelter Long-Positionen bedeuten nicht, dass sich der Trend bereits gedreht hat. ETF-Anleger können am Wochenende nicht verkaufen; die Kapitalflüsse nach der Börseneröffnung am Montag werden zum nächsten echten Stresstest. Hinzu kommt diese Woche der Zinsentscheid der US-Notenbank. Steigende Ölpreise und die Spannungen im Nahen Osten heizen die Inflationserwartungen an – jetzt schon über Nacht optimistisch zu werden, ist wohl verfrüht.
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(Dies ist eine Marktbeobachtung und keine Anlageberatung.)
【Morgenbericht|23. Oktober】$BTC fällt zurück auf etwa 81.000 US-Dollar
Die Risikobereitschaft kühlte über Nacht ab: Der Nasdaq verlor rund 2,6 %, Technologie- und KI-Aktien gerieten unter Druck. Brent-Öl stieg über 110 US-Dollar, während Sorgen über Inflation und Zinsen wieder zunahmen. Bitcoin verlor innerhalb von 24 Stunden rund 3–4 % und fiel zeitweise in die Nähe der Marke von 81.000 US-Dollar.
Makroökonomischer Fokus: Die US-Notenbank berät am 27.–28. Oktober über die Zinsen. Die Markterwartungen für eine Zinserhöhung im Oktober sind deutlich gesunken, eine Erhöhung im Dezember wird jedoch weiterhin breit diskutiert. Die Nachfrage nach US-Staatsanleihen als sicherem Hafen nahm zu; die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel auf etwa 5 %.
Kurzfristiger Ausblick: Mehrere Institute sehen den Kurs vor dem Zinsentscheid grob in einer Spanne von etwa 81.300 bis 84.400 US-Dollar. Auf der Unterseite gilt es zu beobachten, ob die Unterstützung im Bereich von 80.000 US-Dollar erneut hält.
Mittagsnotiz: $BTC stieg letzte Nacht in Richtung 85.000 US-Dollar und fiel anschließend zurück. Während der asiatischen Handelszeit bewegte sich der Kurs um 82.800 US-Dollar. Der Markt richtet den Blick wieder auf die Unterstützung bei 82.500 US-Dollar.
Das ist nicht einfach nur ein „Krypto-Ding“: Schwächere Nasdaq-Futures und neue Zweifel an den KI-Ausgaben von Tech-Unternehmen kühlen die Risikobereitschaft insgesamt ab. Das FOMC-Treffen nächste Woche (10/27–28) rückt näher. Zwar wird weiterhin erwartet, dass die Fed die Zinsen unverändert lässt, doch die Unsicherheit über den fiskalpolitischen Kurs und den Zinsverlauf dürfte die Volatilität weiter verstärken.
Meine Einschätzung: Nach einem Fehlausbruch sollte man zunächst die Unterstützung überprüfen, statt dem Kurs hinterherzulaufen. Hält die wichtige Zone, kann man über das makroökonomische Zeitfenster der nächsten Woche sprechen; wird sie unterschritten, dürfte die kurzfristige Risikobereitschaft weiter nachlassen.
Nur zum Austausch von Einschätzungen, keine Anlageberatung. $BTC #Bitcoin #FOMC #Kryptomarkt