Chinesische KI-Aktien erleben eine brutale Rückkehr zu realistischeren Bewertungen.

Seit den Höchstständen von 2026 hat der chinesische Aktienmarkt fast 23,5 Billionen Yuan an Wert verloren. Der Markt ist in den Bärenmarktbereich gerutscht, und der KI-Sektor steht an vorderster Front.

Der STAR 50 Index ist in weniger als vier Monaten um 40 % gefallen und hat rund 3,2 Billionen Yuan an Wert eingebüßt. Unitree Robotics verlor fast 50 %, ChangXin Memory Technologies fiel innerhalb eines Monats um mehr als 25 %, und Innolight sowie Eoptolink gaben rund 60 % nach.

Hinter diesem Rückgang stehen vier Belastungsfaktoren, die zusammenkommen:

* Überhöhte Bewertungen: Selbst starkes künftiges Wachstum muss die zuvor erreichten Aktienkurse nicht rechtfertigen.
* Erschütterte Gewinnerwartungen: Der Markt beginnt zu bezweifeln, wie viel Gewinn sich mit den enormen Investitionen in KI tatsächlich erzielen lässt.
* Risiko externer Beschränkungen: Die USA könnten den Zugang chinesischer Technologie zu ihren Rechenzentren weiter einschränken. Das würde Chip- und Lieferkettenunternehmen treffen.
* Überfüllte Spekulation: Goldman Sachs zufolge entfielen bei den von der Bank abgedeckten chinesischen Märkten 57 % der Handelsaktivität auf KI-Aktien. Wenn sich viel Kapital in dieselbe Richtung bewegt, kann es bei einer Trendwende zu panikartigen Verkäufen kommen.

Besonders alarmierend sind die Bewertungen nach dem Einbruch.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des STAR 50 liegt weiterhin bei rund 100, während es beim Nasdaq 100 etwa 30 beträgt.

Der Kursrückgang zeigt nur, wie weit der Markt bereits nachgegeben hat. Erst die Bewertung entscheidet, ob diese Korrektur wirklich vorbei ist.