Bei Pump.fun sollen interne Chats zeigen, dass das Produkt gezielt darauf ausgelegt wurde, Nutzer „süchtig zu machen“ – CT ist völlig „schockiert“.

Worüber denn bitte?

Die Chats aus der Klage in New York sagen im Grunde nur: Die meisten Nutzer verlieren alles, ein paar wenige machen richtig Gewinn, und die Plattform kassiert zuverlässig Gebühren. Einer Zusammenfassung auf X zufolge hat der Richter außerdem grünes Licht dafür gegeben, dass die RICO-Klage weiterverfolgt wird. Na gut, den Rechtsstreit können die Anwälte unter sich ausfechten.

Worüber ich lieber reden möchte: On-Chain war das längst klar. Die Daten von Solidus Labs, wonach „98,6 % der Coins Anzeichen von Manipulation oder Rug Pulls aufweisen“, wurden ständig geteilt. Auch die etwas mehr als 900.000 monatlich aktiven Nutzer und die Tatsache, dass die meisten Geld verlieren, sind kein Geheimnis. Wer täglich in diese Shitcoins aped, weiß das eigentlich ganz genau – glaubt aber, selbst zu den 1,4 % zu gehören.

Jetzt schreien alle „BOYCOTTPUMPFUN“, markieren in den Kommentaren @SEC und @FBI und fordern Entschädigung – und springen kurz darauf an der nächsten Launchpad-Plattform wieder rein. Das ist kein Erwachen, sondern einfach nur der nächste Rausch auf einer anderen Plattform.

Unter vielen „Boykott“-Posts wird nebenbei noch ein TG-Kanal oder die CA einer neuen Plattform angepinnt. Auch Wut bringt Reichweite – und irgendwer macht mit dieser Gefühlswelle Kasse.

Ob die Klage Erfolg hat, weiß niemand. Selbst ein Urteil kommt erst in ein paar Jahren. Dich kann nur eines schützen: Betrachte Launchpads nicht als Gelddruckmaschinen. Sie sind von Grund auf so konzipiert, dass die Plattform zuerst verdient.

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