Heute gibt es keine weitere Nachricht über eine „neue L2“.
Fhenix bringt CoFHE (einen vollständig homomorphen Verschlüsselungs-Coprozessor) auf das $ETH- und Arbitrum-Mainnet: Die Contracts bleiben in Solidity, die rechenintensive Arbeit mit verschlüsselten Daten findet off-chain statt, und das Ergebnis kommt zurück on-chain. Laut offizieller Ankündigung handelt es sich um ein Partner-Mainnet: Die ersten Designpartner sind Fluton und Alpha Engine. Aus rund 60 Projekten wurden fünf auf den Einzelhandel ausgerichtete dApps ausgewählt, die gemeinsam starten. Neue Apps müssen erst vom Team geprüft werden und in den sozialen Medien aktiv sein, um auf die Whitelist zu kommen. Bereitstellen kann also nicht einfach jeder.
Noch interessanter ist der Dual-Mode-Token: Innerhalb derselben ERC-20-Adresse gibt es sowohl öffentliche als auch vertrauliche Guthaben. Die öffentliche Seite funktioniert weiterhin mit bestehenden Wallets und DeFi; auf der vertraulichen Seite werden Beträge und Guthaben mithilfe von FHE verborgen. Wichtig sind die Grenzen: Absender, Empfänger und Transaktionsverlauf können weiterhin öffentlich sein. Auch beim Ein- und Austritt aus dem vertraulichen Pool wird der Betrag sichtbar. Verborgen werden die Zahlen, nicht die ganze Person.
HackerNoon berichtet: Consensys Diligence hat ein Audit durchgeführt; das Projekt hat insgesamt rund 22 Millionen US-Dollar eingesammelt (unter anderem von Multicoin und Hack VC). In den FAQ auf der Website finden sich noch Überreste der Testnet-Formulierungen. Maßgeblich sind der offizielle X-Beitrag „Getting ready for CoFHE mainnet“ und die heutige Darstellung als Mainnet-Launch.
Im Privacy-Sektor gibt es jetzt einen weiteren Weg: „ohne Tokenwechsel, ohne Chain-Wechsel“. Ob bestehende DeFi-Anwendungen vertrauliche Kontostände wirklich akzeptieren können, ist die nächste Bewährungsprobe.
Keine Anlageberatung.