4,33 Millionen BTC in wiederverwendeten Adressen – eine künftige Sicherheitsherausforderung?
Die Sicherheit von Bitcoin steht wieder im Rampenlicht. Diesmal geht es jedoch um etwas, das erst in einigen Jahren relevant werden könnte: Quantencomputer.
Laut am 8. Oktober veröffentlichten Daten von Glassnode werden rund 4,33 Millionen BTC in wiederverwendeten Adressen gehalten. Das entspricht etwa 21,5 % des umlaufenden Bitcoin-Angebots. Werden ältere Adresstypen mit einbezogen, steigt die Gesamtmenge an BTC mit öffentlich einsehbaren Schlüsseln auf rund 6,26 Millionen BTC.
Warum ist das also wichtig?
Wenn Bitcoin-Adressen nach einer Transaktion wiederverwendet werden, durch die ihre öffentlichen Schlüssel offengelegt werden, können diese Schlüssel auf der Blockchain sichtbar bleiben. Ein ausreichend leistungsstarker Quantencomputer könnte theoretisch offengelegte öffentliche Schlüssel nutzen, um die Sicherheit der darin befindlichen Guthaben zu gefährden.
Doch es gibt einen wichtigen Unterschied: Die Offenlegung öffentlicher Schlüssel bedeutet nicht, dass diese Bitcoins heute gestohlen werden können. Es wurde kein praktikabler Quantenangriff demonstriert, der die Kryptografie von Bitcoin in diesem Umfang brechen könnte.
Die größere Herausforderung ist die Vorbereitung.
Mit dem Fortschritt der Quantentechnologie müssen Bitcoin-Entwickler, Börsen und Wallet-Anbieter möglicherweise stärkere Schutzmaßnahmen gegen Quantenangriffe und sichere Möglichkeiten zur Übertragung von Guthaben in Betracht ziehen.
Vorerst ist dies eine langfristige Sicherheitsherausforderung und kein Grund zur Panik.
Der nächste große Sicherheitsmeilenstein für Bitcoin könnte darin bestehen, sich auf die Zukunft vorzubereiten, bevor die Bedrohung real wird.

