#USContinuingJoblessClaims1.774M

Der US-Arbeitsmarkt bricht nicht — und das könnte für die Hoffnungen auf Zinssenkungen ein größeres Problem sein, als die Schlagzeilen vermuten lassen.

Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen für die Woche bis zum 5. September auf 206.000 zurück, während die fortlaufenden Anträge auf 1,774 Millionen für die Woche bis zum 29. August sanken. Die Daten deuten weiterhin eher auf vergleichsweise wenige Entlassungen hin als auf eine deutliche Verschlechterung der Beschäftigung.

Aber da ist noch ein weiteres Puzzleteil.

Der August-PPI stieg um 0,4% im Monatsvergleich und um 5,4% im Jahresvergleich; der Jahreswert lag über der Erwartung von 5,3%.

Mein Eindruck: Das schafft eine unangenehme Ausgangslage für die Fed.

Der Arbeitsmarkt ist nicht schwach genug, um eine aggressive Entlastungsreaktion zu erzwingen, während die Produzenteninflation zeigt, dass die Preisbelastungen nicht verschwunden sind. Und mit Öl über 100 US-Dollar und erhöhten Renditen von US-Staatsanleihen verdient die Inflationsseite der Gleichung mehr Aufmerksamkeit.

Der eigentliche Test kommt als Nächstes: der August-CPI am 11. September.

Wenn die Inflation robust bleibt, während die Beschäftigung relativ widerstandsfähig ist, wird die Erzählung „Die Fed muss senken“ deutlich schwerer zu verteidigen.

Für Krypto beobachte ich denselben Übertragungskanal: CPI → Fed-Erwartungen → Treasury-Renditen → Liquidität → Risk Assets.

Allein die Arbeitsmarktdaten erzählen nicht die ganze Geschichte. Die Spannung zwischen Beschäftigungsstabilität und anhaltender Inflation ist das Entscheidende.