USDe gewinnt Marktanteile bei Stablecoins, während USDG schrumpft. Entscheidend ist dabei, dass die breitere, an den US-Dollar gekoppelte Basis kaum gewachsen ist.

$USDE supply stieg in 30 Tagen um 14,4% auf 4,49 Mrd. $, was 1,5% des Stablecoin-Markts von 310,23 Mrd. $ entspricht. $USDG fiel um 4,6% auf 3,25 Mrd. $, also 1,1%. Diese Lücke wirkt weniger wie eine breite Flut neuen Kapitals, sondern eher wie eine Umschichtung zwischen Stablecoin-Produkten.

Die naive Lesart lautet: „USDe-Wachstum entspricht frischer Liquidität.“ Nicht unbedingt. Wenn Händler einen Stablecoin gegen einen anderen tauschen, kann USDe zwar an Angebot gewinnen, ohne dass der Kryptomarkt dadurch viel neue Kaufkraft erhält. Das gesamte Angebot stieg nur um 0,36% über 7 Tage, also um 1,12 Mrd. $.

Auch das Emittenten-Chart zeigt das Größenproblem. USDT hält weiterhin 60,8%, USDC 24,6% und USDS 2,2%. Das Wachstum von USDe ist zwar für seine eigene Verteilung bedeutsam, hat aber die grundlegende „Kernverrohrung“ des Markts noch nicht verändert.

Das Angebot kann außerdem nicht zeigen, ob USDe ungenutzt gehalten wird, als Sicherheit dient oder in Märkte eingesetzt wird. Es zeigt den Container, nicht die Umlaufgeschwindigkeit.

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