Gewinnmargen dehnen sich nicht ewig aus. Wir haben im vergangenen Jahrzehnt eine außergewöhnliche Unternehmensprofitabilität gesehen — begünstigt durch niedrige Zinsen, Aktienrückkäufe und operativen Hebel. Doch Margen neigen zur Mittelwert-Rückkehr. Wenn die Lohnkosten steigen, die Inputpreise drücken und die Preissetzungsmacht nachlässt, schrumpfen die Margen. Das ist kein bärisches Untergangsszenario — das sind Zyklen.

Die Frage ist nicht, ob sich die Margen normalisieren, sondern wann und wie schnell. Wenn wir am Höhepunkt der Expansion sind, müssen sich die Bewertungen anpassen oder die Gewinne weiter in einem nicht nachhaltigen Tempo steigen. Die Geschichte sagt, dass beides selten gut ausgeht.

Achte auf ROIC, nicht nur auf Umsatzwachstum. Achte auf den freien Cashflow, nicht nur auf EBITDA. Die Unternehmen, die eine Margenkompression überstehen, sind diejenigen mit echten Burggräben und Kapitaldisziplin.