Während die Blocksubvention bei Bitcoin sinkt, schauen Forschende über die Gesamteinnahmen der Miner hinaus und hin zu einem differenzierteren Sicherheitsindikator: Wie stark sich die Transaktionsgebühren von einem Block zum nächsten ändern.

Die Debatte um das Sicherheitsbudget bei Bitcoin beginnt gewöhnlich mit einer einzigen Gesamtsumme: Wie viel die Miner an Transaktionsgebühren einnehmen, während die Blocksubvention schrumpft.

Eine im Juli 2026 veröffentlichte NBER-Arbeit von Fabian Schär, Dario Thürkauf und David Yermack weist auf eine zweite Variable hin. Mit Daten aus den Jahren 2017 bis 2025 berichten die Autoren, dass größere Unterschiede bei den Gebühren zwischen benachbarten Bitcoin-Blöcken mit mehr konkurrierenden Blöcken in derselben Höhe und einer längeren Wartezeit auf den nächsten Block verbunden sind.

Die Evidenz ist beobachtend und identifiziert eine beziehungsbezogene Korrelation auf Netzwerkebene, während die Absichten der Miner und die Ursache für jedes einzelne Block-Rennen offen bleiben. Die Erkenntnis liefert Wallets, Miner und Nutzern jedoch weiterhin ein messbares Signal: Die Sicherheitsanreize bei Bitcoin reagieren darauf, wie die Gebühren von Block zu Block ankommen, sowie darauf, wie viel das Netzwerk über die Zeit hinweg insgesamt zahlt.

Bitcoin zahlt den Minern derzeit eine feste Subvention von 3,125 BTC für jeden Block, plus die in diesem Block enthaltenen Transaktionsgebühren. Sukzessive Senkungen der Subventionen verlagern den langfristigen Schwerpunkt stärker auf Gebühren als Quelle der Miner-Einnahmen.

Satzdaten auf Blockebene können eine viel schärfere Variation zeigen als diese aggregierten Messwerte. Ein Snapshot eines Blockchain.com-Blocks vom 26. Aug. zeigte 0,0077 BTC an Gebühren in Block 964.120 und 0,0536 BTC in Block 964.121 – eine nahezu siebenfache Änderung zwischen benachbarten Blöcken. Der Vergleich veranschaulicht, wie stark sich die Gebührenerträge von einem Block zum nächsten unterscheiden können, während allein die Gebührenwerte das Verhalten der Miner noch nicht klären.

Der Versuch beginnt hinter der akzeptierten Spitze, und sein wirtschaftlicher Reiz steigt, wenn die Gebühren im vorherigen Block die erwarteten Gebühren in einem Block überschreiten, der die Spitze fortführt. Hash-Rate-Anteil, Propagation und die Reaktionen anderer Miner beeinflussen die Wahrscheinlichkeit, daher ist der Anreiz probabilistisch. Variable Gebühren können die Berechnung des Auszahlungswerts sogar in Zeiten verändern, in denen die aggregierte Gebühreneinnahme des Netzwerks insgesamt niedrig ist.

Außerdem berichten sie von einer geringeren Wahrscheinlichkeit, dass der nächste Block in den ersten Sekunden nach einer großen Gebührenlücke erscheint – ein Zeitmuster, das zu einem Hash-Rate-Wettbewerb um die vorherige Höhe passt. Da die Analyse beobachtend ist, legt das Ergebnis eine Assoziation auf Netzwerkebene fest und lässt die individuellen Motive einzelner Miner offen.

Die Umsetzungskontrolle gehört daher in die Diskussion über das Sicherheitsbudget, denn eine Maßnahme kann technisch verfügbar sein, während ihre Netzwerkwirkung vom Anteil der ausstehenden Transaktionen abhängt, die sie verwenden. Ein breiteres und konsistenteres Verhalten im Lock-Feld würde die Gebühren reduzieren, die einem Miner zur Verfügung stehen, der versucht, die vorherige Höhe wiederherzustellen.

Miner stehen außerdem vor einem Koordinationsproblem, weil sich die Rendite für das Anfechten eines Blocks teilweise davon abhängt, ob andere Miner die akzeptierte Spitze weiter ausbauen. Eine breite Umstellung auf den Schutz-transaktionsbasierten Aufbau verändert die verfügbare Belohnung unmittelbar und kann im Rahmen bestehender Konsensregeln auftreten, ohne dass eine Koordination zwischen Minern erforderlich ist.

Der Gebührenmarkt bei Bitcoin kann gelegentlich Ausreißerblöcke hervorbringen, selbst wenn die Gebühren nur einen kleinen Anteil an den Miner-Einnahmen ausmachen. Diese Ausreißer verdienen besondere Beachtung, weil die Mining-Anreize in jedem Blockintervall entstehen, während monatliche Umsatzdiagramme die kurzlebigen Extremwerte verwischen.

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