Der Bitcoin hat einen wichtigen Fortschritt bei der Vorbereitung auf das zukünftige Zeitalter der Quantencomputer gemacht. Am 26. August 2026 wurde eine experimentelle Transaktion, die durch die Quantum-Safe-Bitcoin-Methode, oder QSB, geschützt war, im Mainnet bestätigt. Die Technik wurde vom Forscher Avihu Levy von StarkWare entwickelt und funktionierte ohne jede Änderung der Bitcoin-Konsensregeln. Die Operation bewegte lediglich 10.000 Satoshis, damals ungefähr 8 US-Dollar, aber ihr symbolischer Wert war weitaus größer: Zum ersten Mal ging eine als quantensicher vorgestellte Konstruktion von der Theorie in die Praxis über und wurde tatsächlich von der Blockchain akzeptiert.
Um die Bedeutung des Experiments zu verstehen, muss man die mögliche Bedrohung kennen. Die üblichen Transaktionen von Bitcoin verwenden digitale Signaturen, die auf Kryptografie für elliptische Kurven basieren, wie ECDSA und Schnorr. Gegenwärtig ist es praktisch unmöglich, einen privaten Schlüssel aus seinem öffentlichen Schlüssel zu berechnen. Ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer könnte jedoch den Shor-Algorithmus einsetzen, um dieses mathematische Problem viel schneller zu lösen. Bei einigen Arten von Adressen bleibt der öffentliche Schlüssel bis zum Zeitpunkt der Ausgabe verborgen, wird aber offengelegt, sobald die Transaktion übertragen wird. Ein Quantenangreifer könnte theoretisch die Zeit zwischen Übertragung und Bestätigung ausnutzen, um den privaten Schlüssel zu entdecken und zu versuchen, die Bitcoins zu stehlen.
Der QSB versucht, dieses Zeitfenster zu schließen, indem er einen Schutz auf Basis von Hash-Funktionen hinzufügt, gegen den der Shor-Algorithmus keinen vergleichbaren Umweg bietet. Vereinfacht gesagt zwingt das System den Eigentümer dazu, im Voraus eine enorme Menge an Berechnungen durchzuführen, bis er eine Kombination findet, die sehr spezifische Bedingungen des Bitcoin Script erfüllt. Dieser als Signature Grinding bekannte Prozess bindet die Autorisierung an eine bestimmte Transaktion und macht die Sicherheit davon abhängig, Hash-Funktionen nicht invers zurückrechnen zu können, und nicht vom Geheimnis eines elliptischen Kurven-Schlüssels. Die gesamte schwere Arbeit geschieht außerhalb der Blockchain; nachdem die Lösung gefunden ist, kann das Netzwerk sie mit Operationen verifizieren, die bereits im Protokoll vorhanden sind.
Trotz des Erfolgs liegt die Methode noch weit von einer alltäglichen Lösung entfernt. Die Generierung der Transaktion kann stundenlange Rechenzeit auf mehreren Grafikkarten erfordern und kostet schätzungsweise Dutzende oder Hunderte von Dollar. Außerdem gilt ihr Format nach den aktuellen Richtlinien der Knoten als nicht standardisiert, weshalb die Operation nicht durch das normale öffentliche Retransmissionsystem lief. Sie musste direkt an den Slipstream-Dienst des Miners MARA gesendet werden, der sie in einen Block aufnahm. Darüber hinaus schützt der QSB nur Bitcoins, die an eine eigens für diesen Zweck erstellte Struktur übertragen wurden, und behebt nicht die Schwachstelle bei Geld, das in alten Adressen gehalten wird, deren öffentliche Schlüssel bereits offengelegt sind.
Keine echte Quantenmaschine hat die Transaktion angegriffen, und ihre Widerstandsfähigkeit ergibt sich aus der mathematischen Analyse anhand der derzeit bekannten Algorithmen. Das Experiment zeigte, dass es eine Art „Rettungsboot“ gibt, das bestimmte Bitcoins sogar ohne eine unmittelbare Netzaktualisierung schützen kann, aber es ersetzt keine allgemeine Lösung. StarkWare selbst setzt weiterhin auf ein Protokoll-Update, vermutlich über ein Soft Fork, um eine breite und effiziente Migration zu ermöglichen. Die Nachricht stellt einen relevanten technischen Fortschritt dar: Sie ist nicht die endgültige Lösung für die Quantenbedrohung, aber es ist der erste praktische Nachweis, dass der Bitcoin Wege hat, ihr zu begegnen.
