Solana Company kündigte Opposition gegen eine schnellere Entdollarisierung an, während native Staker weiterhin die Macht behalten, den Standard-Vorschlag eines Validators zu überschreiben.

Solanas Live-Abstimmung zur Geldpolitik zwingt das Netzwerk, sich einer grundlegenden Governance-Frage zu stellen: Was passiert, wenn der Validator, der eine Standardstimme für delegiertes Stake setzt, ein offengelegtes Interesse daran hat, die Staking-Rendite zu erhalten?

Solana Company liefert den deutlichsten Testfall. Die an der Nasdaq gelistete SOL-Treasury-Firma und Validator-Betreiberin kündigte am 21. August an, dass sie SGP-0002 bekämpfen würde, einen Vorschlag zur Beschleunigung der Entdollarisierung. Ihre früheren Finanzergebnisse zeigten, dass das Staking auf von der Firma gehaltenem SOL 2,512 Millionen US-Dollar von 2,526 Millionen US-Dollar Umsatz im zweiten Quartal ergab, also 99,4 %.

Unter dem neuen Governance-Design von Solana folgt delegiertes Stake standardmäßig der Position eines Validators. Ein nativer Staker kann diese Position für ein einzelnes Stake-Konto überschreiben, bevor der Validator abstimmt, nachdem er abgestimmt hat oder wenn er sich der Stimme enthält.

Am 23. August blieb SGP-0002 mit etwa 5,27 Millionen SOL für in der Abstimmung, mit 547.019 SOL dagegen und keiner Enthaltung über 24 Abstimmungen hinweg. Für machte zu diesem Zeitpunkt etwa 90,6 % des entscheidenden Stakes aus. Dies war ein mit Zeitstempel versehenes Snapshot, und die Gesamtsummen änderten sich bereits.

Die öffentliche Wählertabelle und die dekodierten „Against“-Stimmen zeigten keine Stimme, die der Solana Company, HSDT oder deren Validator-Betrieb bei dieser Beobachtung zugeordnet werden konnte. Unbekannte Adressbezeichnungen schränken die Zuordnung auf Ebene von Entitäten ein, daher belegt der Datensatz die angekündigte Absicht der Firma statt eine verifizierte Unternehmensstimme.

Solanas öffentliche Materialien widersprechen sich auch bei der Regel, nach der das Live-Ergebnis bewertet wird. Die Richtlinie des Governance-Vorschlags-Repository sagt, es gebe kein Quorum und die Genehmigung erfordert, dass der „For“-Stake mindestens zwei Drittel von „For“ plus „Against“ entspricht. Das Governance-FAQ und das Dashboard zeigen dagegen eine Beteiligung von einem Drittel zusammen mit einer Genehmigungsschwelle von zwei Dritteln. Aktueller Finalisierungscode sperrt und erfasst die Gesamtsummen nach Ende der Epoch, ohne diesen Richtlinienkonflikt aufzulösen.

Die Abstimmung läuft durch die Epoch 1023 und endet an der Grenze zur Epoch 1024. Solana-Entwickler schätzten diese Grenze für Donnerstag auf ungefähr 15:30 UTC, wobei die Live-Slot-Timing den tatsächlichen Abschluss nach Uhrzeit bestimmt.

Eine erfolgreiche Abstimmung würde den Vorschlag in einen Status „Accepted“ überführen. Solanas Governance-Richtlinie trennt diesen Status von „Implemented“ und „Activated“, wobei die technische Arbeit normalerweise über eine oder mehrere Solana Improvement Documents erfolgt.

Der unmittelbare Test ist daher institutionell. Solana hat Vorlieben von Validatoren sichtbar gemacht und nativen Stakern einen funktionierenden Override gegeben. Die Glaubwürdigkeit hängt nun davon ab, ob dieser Mechanismus die Governance-Entscheidung bei den Delegatoren beibehält, wenn das wirtschaftliche Interesse eines Validators offensichtlich ist.

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