🚨 JUST IN: Bessent beharrt darauf, dass die Ausweitung der Rückkäufe von Staatsanleihen durch das Finanzministerium nichts mit Zinssätzen zu tun habe – obwohl sie bereits den Anleihenmarkt umgestaltet und die Fed verunsichert.
Bei einem Auftritt am Donnerstag sagte Finanzminister Scott Bessent, die Entscheidung, die Rückkäufe von länger laufenden Schuldtiteln zu verdoppeln, habe „nichts mit“ Zinssätzen zu tun. Er rahmte sie stattdessen als Signal, dass die aktuellen Renditen die zugrunde liegenden wirtschaftlichen Grundlagen nicht widerspiegelten. Sogar eine noch größere Ausweitung brachte er ins Spiel: Die Rückkäufe könnten pro Operation über 4 Milliarden US-Dollar hinauswachsen.
Er bestätigte außerdem den Koordinationsaspekt: Das Finanzministerium und die Fed würden zusammenarbeiten, wenn die Zentralbank ihre eigene Bilanz ändere, und die Rückkäufe würden sich entsprechend anpassen, falls die Fed ihr Tempo beim Abbau von Anleihen verändert.
Nicht jeder kauft die Darstellung „nichts mit Zinsen zu tun“.
Die Ankündigung am Mittwoch, die Rückkäufe von Schuldtiteln im Bereich von 10 bis 30 Jahren auf 4 Milliarden US-Dollar pro Operation zu verdoppeln, ließ die Renditen unmittelbar sinken. Bis Donnerstagmorgen waren die Zinsen bereits wieder gestiegen – genau die Art von kurzfristiger Erleichterung, vor der Kritiker gewarnt hatten.
Die Mechanik ist die eigentliche Kontroverse. Das Finanzministerium druckt kein Geld wie die Fed; es muss diese Rückkäufe finanzieren, indem es mehr kurzfristige Bills ausgibt. Das entspricht faktisch einem Tausch von langfristiger Schuld gegen kurzfristige Schuld und manipuliert damit die Zinskurve, statt die Bedingungen wirklich zu erleichtern. Ein Manager für festverzinsliche Anlagen brachte es genau so auf den Punkt.
Der Chefvolkswirt von RSM ging noch weiter und bezeichnete Bessent als „politischen Akteur“, dessen „Interesse rein kurzfristig“ sei, statt wirklich auf Preisstabilität ausgerichtet zu sein – insbesondere, da der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh öffentlich Märkte und nicht Eingriffe des Finanzministeriums dabei bevorzuge, die Zinsen festzulegen.
Bessent spielte außerdem das Meilenstein von 40 Billionen US-Dollar Schulden herunter und sagte, die USA hätten möglicherweise bereits das Defizitmaximum gesehen.
Ob das kluges Schuldenmanagement ist oder ob das Finanzministerium still und leise die Aufgabe der Fed übernimmt – die Reaktion des Marktes hat bereits einen Teil der Frage beantwortet.
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