TermMax-Zinssatz-Liquidationslinien sehen gut aus; wenn der Pool dünn ist, hilft das trotzdem nichts

Wenn du die Kreditoberfläche der @TermMax neben Aave V3 nebeneinander anschaust, werden die Unterschiede bei den Liquidationsparametern ziemlich direkt. Die Obergrenze der Beleihungsquote bei TermMax ist lockerer als bei Aave: Sobald der Health Factor unter 1,05 fällt, wird eine Teilliquidation ausgelöst. Dieser Schwellenwert gilt bei gängigen Kreditmechanismen als eher aggressiv. Die Liquidationsdiskontierung und die Pufferzeit sind dagegen interessanter: TERM-Token-Inhaber können an den Liquidationsauktionen teilnehmen; es ist nicht alles, dass nur Roboter vornlaufen. Aber: Die Liquiditätstiefe ist gering. Wenn Orders etwas größer sind, rutscht der Slippage schnell weg – und dann lässt sich das nicht mehr sauber durchziehen.

Bei Compound liegen die Liquidationslinien konservativer: Liquidatoren erhalten einen festen Abschlag, der Pfad ist einfach, aber ohne Flexibilität. TermMax zerlegt die Liquidation in eine niederländische Auktion: Der Grenzpreis fällt Schritt für Schritt. Theoretisch ist das für Kreditnehmer freundlicher. Der Haken ist, dass das Auktionszeitfenster bei TermMax bei schnellen Marktspikes oft zu kurz ist: Kreditnehmer schaffen es nicht rechtzeitig nachzuverhandeln bzw. nachzulegen, bevor sie weggelicitet werden. Geringe Liquidität verstärkt diesen Nachteil. Wenn Nutzer, die TERM staken, das Liquidationsmonitoring nicht selbst übernehmen, sind ihre Erträge weniger gut als ein Einsatz von Liquidations-Robotern, wie man sie bei Aave hat.

Das ist nicht exklusiv TermMax; eher ein generelles Problem von Krediten mit festen Laufzeiten bei Liquidationen. Es verlagert das Risiko vom Zinsbewegungs- ins Zeitdimension—nach dem Auslösen gibt es kaum Spielraum. Transparente Regeln sind gut, aber bei On-Chain-Stau mit Verzögerungen bei der Orakel-Aktualisierung kann der Liquidationspreis von dem tatsächlichen Ausführungspreis abweichen. Compound hat diese Schwäche auch, aber weil der Pool dicker ist, wird die Abweichung besser „verdünnt“.

Insgesamt passt der Liquidationsmechanismus von TermMax eher zu Profis, die wirklich am Bildschirm bleiben; weniger zu Kleinanlegern, die nach dem Ordern einfach schlafen gehen. Wenn die TERM-Governance den Liquidationsrabatt senken oder den Auktions-Puffer verlängern könnte, wäre das stabiler. Im Moment teste ich nur mit kleinen Positionen und werde die wichtigsten Sicherheiten nicht rüberverschieben.
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