Heute, am 19. August 2026, hat Berachain seine HONEY-Stablecoin in Bera USD (BUSD) umbenannt. Im Grunde wurde der Name und das Symbol des Tokens geändert, während der gleiche Token und die gleiche Vertragsadresse beibehalten wurden.

Diese neue Änderung kommt daher, dass die On-Chain-Aktivität auf Layer 1 auf nahezu neue Tiefststände fällt.

Neuer Name, gleiches Token

Die Berachain Foundation gab die Nachricht auf X bekannt und informierte die Inhaber darüber, dass HONEY, die dollar-gepegte Stablecoin des Netzwerks, künftig offiziell als BUSD bekannt sein wird. 

Allerdings werden die aktuellen Nutzerguthaben nicht betroffen sein, weil das Token die gleiche Vertragsadresse behielt. Auch auf die Nachricht gab es nicht viel Resonanz: In den ersten Stunden kamen sie auf etwa 117 Likes und 14 Reposts.

Laut Cryptopolitan war HONEY seit dem Launch stets eine tragende Säule in der Token-Struktur von Berachain. Es lief gemeinsam mit den Schwestertokens BERA für Gas und Staking sowie BGT für Governance.

Berachain-Fees für nur ein paar Dollar pro Tag

Das Rebranding kommt, während die On-Chain-Ökonomie von Berachain eine deutliche Verlangsamung erlebt. Laut DefiLlama liegt der Gesamtwert, der im Netzwerk gebunden ist (TVL), bei rund 32 Millionen US-Dollar. Die Stablecoin-Marktkapitalisierung liegt derweil bei knapp 62 Millionen US-Dollar – wobei Tether ungefähr zwei Drittel dieses Angebots ausmacht.

Auch die tägliche Netzwerkaktivität beginnt zu leiden: Berachain erzielt gerade einmal rund 27 US-Dollar an Chain-Fees und verarbeitet etwa 65.000 Transaktionen von 3.329 aktiven Adressen. 

Ein Bericht von Cryptopolitan, der im März veröffentlicht wurde, fand außerdem, dass das Netzwerk typischerweise weniger als 100 US-Dollar an täglichen Gebühren einnimmt. Damit wird es in eine Gruppe mit anderen Layer-1-Projekten eingeordnet, die zwar viel Finanzierung aufgebracht haben, aber im Laufe der Zeit an Engagement, Entwicklerinteresse und Liquidität verloren.

Von einem 1,1-Milliarden-Dollar-Tresor bis zu einem Rückgang von 99%

Der Launch von Berachain zeichnete ein massiv anderes Bild. Noch bevor das Mainnet gestartet wurde, lag der Pre-Deposit-Tresor bereits deutlich über 1,1 Milliarden US-Dollar – unterstützt von über 127.000 Einzahlern, darunter große Beiträge von Protokollen wie StakeStone.

Seitdem haben sich die Marktbedingungen stark auf das Projekt neu bewertet. Das BERA-Token des Netzwerks ist deutlich von seinem früheren Allzeithoch gefallen. Dadurch sank die gesamte Marktbewertung spürbar – mitten in Rekord-tiefen Handels-Schwellen.

Laut CoinMarketCap wird BERA derzeit für rund 0,15 US-Dollar gehandelt – ein Rückgang von 99% gegenüber seinem Allzeithoch von 14,99 US-Dollar, das im Februar 2025 erreicht wurde. Das Projekt kämpft damit weiterhin mit einer Marktbewertung von 47 Millionen US-Dollar.

Wo das Rebranding einzuordnen ist

Berachain hat laut DefiLlama in zwei Runden insgesamt 142 Millionen US-Dollar aufgebracht – unter anderem von Geldgebern wie Brevan Howard Digital, Polychain, Framework Ventures und Samsung Next. Sein Proof-of-Liquidity-Design wurde ursprünglich als Ansatz eingeführt, um Netzwerksicherheit an die Bereitstellung von Liquidität zu koppeln und Einzahlungen von konkurrierenden Ketten abzuziehen.

Indem die Stablecoin so umbenannt wird, dass sie zur Hauptmarke passt, erhält Berachain eine klarere Marketing-Identität. In ihrer Ankündigung verknüpfte die Foundation die Änderung jedoch nicht mit einem neuen Yield-Programm oder einem Anreiz. 

Doch ob ein frisches Label die Ökosystem-Einzahlungen erfolgreich neu beleben kann, bleibt abzuwarten. Entscheidend ist vor allem, ob die Stablecoin-Versorgung von Berachain in den kommenden Wochen zu steigen beginnt oder weiter stagniert.

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