ETH liegt jetzt in der Nähe von 2083, und das Tageshoch bei 2132 sitzt praktisch direkt über dem Kurs. In 24 Stunden ist es um fast 9% nach oben gezogen – und dieses erneute Wieder-Einsteigen über 2000 ist nicht nur Gerede.

Schauen wir zuerst auf die Liquidität. Der Spot hat in den letzten 3 Stunden einen Nettozufluss von fast 190.000 Coins, alle 12 Kerzen sind grün, der ETF hält ununterbrochen weiter zu, und das KOL-Stimmungs-Signal hat 8 Punkte erreicht – das Geld kommt wirklich rein, nicht nur Lippenservice.

Aber das ist keine Position, die man blind hinterherjagen sollte. On-Chain-Hebel-Lending hat sich innerhalb von 12 Stunden um mehr als das Doppelte erhöht, der Spot-Hebel zeigt ein Long/Short-Verhältnis von 13 zu 1, und bei den Retail-Konten liegt das Long/Short-Verhältnis bei 2,2 – und fast 70% sind Long. Die Bullen sind also bereits sehr voll gepackt. Und am Orderbuch: Die Kaufwände sind nur ein Bruchteil der Verkaufswände, der Preis klebt zudem am oberen Rand der Spanne, und kurzfristig sind die großen Orders weiterhin im Nettoabfluss.

Kurz gesagt: Die Richtung stimmt zwar, aber jetzt ist das Problem, dass sich „starker Trend + hohe Überfüllung“ überlagern. Je voller die Longs sind, desto empfindlicher reagiert die Kurskette auf den Zufluss bzw. die Ablösung von Kapital. Die ATR zeigt bereits extreme Volatilität – an dieser Stelle kann es sowohl nach oben als auch nach unten heftig werden.

Meine Haltung: Das „Bull“-Bild ist noch da, aber nicht hinterherjagen. Entweder warten, bis ein Rücksetzer in die Nähe der Doppel-EMAs kommt und dort stabil steht, oder warten, bis bei einem erhöhten Volumen der Ausbruch über 2132 erfolgt, bevor man an eine Beschleunigung denkt. Wenn man jetzt in dieser Lage hinterherläuft, ist das Chance-Risiko-Verhältnis eher durchschnittlich.

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