Banken drängen stark gegen Stablecoin-Rewards im US-Gesetz CLARITY und machen diese Frage damit zu einem zentralen Hindernis für das Gesetzesvorhaben und die zukünftigen Renditen von Stablecoins.

  1. Wie der CLARITY Act die Stablecoin-Rewards behandelt: Der Digital Asset Market CLARITY Act ist ein umfassendes US-Gesetzesvorhaben zur Marktstruktur, das strenge Regeln für die Rendite von zahlungsbezogenen Stablecoins enthält. Die derzeit im Senat diskutierte Fassung würde verbieten, dass digitale-Asset-Plattformen allein dafür, dass zahlungsbezogene Stablecoins gehalten werden, Zinsen oder Renditen zahlen—und auch, diese Zinsen unter dem Deckmantel von Treue- oder Werbeprämien zu verbergen, die wirtschaftlich den Zinsen von Bankeinlagen gleichwertig sind. Gleichzeitig wahrt der Vorschlag ausdrücklich Rewards, die an echte Aktivität gebunden sind, wie Cashback für Ausgaben mit Stablecoins, Rückerstattungen von Gebühren bei Überweisungen oder Remittances oder eine Vergütung für das Bereitstellen von Liquidität und Sicherheiten für den Handel, sofern das Kapital tatsächlich einem Risiko ausgesetzt ist, statt passiv gebunden zu bleiben. Mit dieser Änderung soll die Ertragsgenerierung mit Stablecoins von einem simplen „Stop-and-earn“-APY hin zu Modellen verlagert werden, die auf Nutzung und Risikobeteiligung basieren.

    Wie ClarityAct die Belohnungen behandelt
  2. Warum Banken sich gegen Stablecoin-Rewards wehren: Branchenverbände und Bankmanager argumentieren, dass selbst rewards, die an die Aktivität gebunden sind, direkt mit Einlagen konkurrieren könnten. Regionalbanken drängen auf Druck auf Republikaner im Senat und warnen, dass die Verankerung von Stablecoin-Rewards in Gesetzesform das Volumen lokaler Einlagen verringern und die Kreditvergabe schädigen würde, wodurch das Vorhaben blockiert und Senatoren wie Hawley und Moran zu Änderungen gezwungen würden, bevor sie ihm zustimmen. Große CEOs von Banken haben diese Sorge verstärkt. Jane Fraser von Citigroup warnte, dass Rewardsysteme mit Stablecoins Einlagen aus Banken abziehen und die Kreditvergabe in weniger versorgten Gebieten reduzieren könnten, während Brian Moynihan von der Bank of America Szenarien skizzierte, in denen Billionen von Dollar von Einlagen in Richtung Stablecoins wandern könnten, falls Renditen erlaubt wären. Stimmen aus der Krypto-Assets-Branche und einige Gesetzgeber widersprechen dieser Sicht. Senatorin Cynthia Lummis verwies auf Daten der FDIC, die steigende inländische Einlagen zeigen, und Analysen stellten fest, dass die Bankeinlagen in den USA in der Summe um Hunderte Milliarden gewachsen sind, während die Marktkapitalisierung von Stablecoins auf über 300 Milliarden US-Dollar expandierte—mit der Begründung, dass die Aktivität mit Stablecoins bislang keinen systemischen Run auf Einlagen ausgelöst habe.

    Warum Banken sich dagegen wehren
  3. Was das für Stablecoins und Nutzer bedeutet: Wenn die CLARITY in etwa in der derzeitigen Form verabschiedet wird, müssten US-Plattformen, die einen festen oder variablen APY allein dafür zahlen, dass man Stablecoins wie USDC oder USDT hält, diese Produkte wahrscheinlich schließen oder radikal umgestalten. Rewards, die an Ausgaben, Handel, das Bereitstellen von Liquidität oder die Nutzung als Sicherheit gekoppelt sind, würden weiterhin möglich bleiben, könnten aber später durch Regeln der SEC, der CFTC und des Finanzministeriums eingeschränkt werden, die festlegen, was als „verdeckte Zinsen auf Einlagen“ gilt. Fürs Erste ist das politische Umfeld fragil. Im Senat ist Mitte September eine verfahrensrechtliche Abstimmung vorgesehen; das Projekt braucht 60 Stimmen, und die Prognosemärkte ordnen der Wahrscheinlichkeit, dass die CLARITY 2026 zum Gesetz wird, derzeit nur eine relativ geringe Wahrscheinlichkeit zu—während Banken, Krypto-Asset-Unternehmen und das Weiße Haus weiter über die Rendite von Stablecoins verhandeln. Kernauslegung: Nutzer von Stablecoins sollten damit rechnen, dass passive Renditen, die „einlagenähnlich“ sind, in den USA mit erheblichem regulatorischem Risiko konfrontiert sein könnten, und sowohl die Senatsabstimmung im September als auch alle Produktänderungen verfolgen, die große Börsen und Emittenten ankündigen. Fazit: Der Widerstand der Banken gegen Stablecoin-Rewards hat eine technische Bestimmung in einen zentralen Streit darüber verwandelt, wer für das Halten digitaler Dollar entlohnt wird. Der CLARITY Act will die passive Rendite verbieten, aber Anreize, die an Aktivität gebunden sind, beibehalten—dieses Versprechen dürfte jedoch weder die Banklobby zufriedenstellen noch genügend Stimmen im Senat garantieren. Bis der gesetzgeberische Ausgang und die nachfolgenden Regeln klar sind, bleiben Renditeprodukte mit Stablecoins in den USA in einer regulatorischen Grauzone, die sich verengen oder verschwinden kann—selbst wenn Stablecoins weiterhin für das Handeln mit Krypto-Assets und für Zahlungen zentral bleiben.

    Was das für Stablecois und für uns Nutzer bedeutet

Fazit

Der Widerstand der Banken gegen Stablecoin-Rewards hat eine technische Bestimmung in einen zentralen Streit darüber verwandelt, wer für das Halten digitaler Dollar entlohnt wird. Der CLARITY Act will die passive Rendite verbieten, aber Anreize, die an Aktivität gebunden sind, beibehalten—dieses Versprechen dürfte jedoch weder die Banklobby zufriedenstellen noch genügend Stimmen im Senat garantieren. Bis der gesetzgeberische Ausgang und die nachfolgenden Regeln klar sind, bleiben Renditeprodukte mit Stablecoins in den USA in einer regulatorischen Grauzone, die sich verengen oder verschwinden kann—selbst wenn Stablecoins weiterhin für das Handeln mit Krypto-Assets und für Zahlungen zentral bleiben.

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