Washington hat Apple gerade aufgefordert, beim Bezug von Speicherchips von chinesischen Lieferanten wie CXMT und YMTC abzubremsen.

Der Zeitpunkt ist interessant. Apple hat diese Chips getestet, während die Nachfrage nach KI den Speicherpreisen einen Schub nach oben verleiht. Das ist aus Kostensicht nachvollziehbar – Lieferanten diversifizieren, wenn die Preise steigen.

Doch Geopolitik schlägt Tabellenkalkulationen. Das ist das neueste Kapitel der laufenden Geschichte der technologischen Entkopplung. Speicherchips wirken im Vergleich zu fortgeschrittenen Prozessoren zwar langweilig, aber sie stecken überall – in Smartphones, Laptops und Rechenzentren.

Für $AAPL bedeutet das, bei teureren Lieferanten zu bleiben oder sich hektisch nach Alternativen umzusehen. Für den breiteren Markt ist es eine weitere Erinnerung daran, dass Entscheidungen in der Lieferkette längst keine reinen Geschäftsentscheidungen mehr sind.

Der Halbleiterkrieg kühlt nicht ab. Wenn überhaupt, dann breitet er sich auf mehr Komponenten aus. Es lohnt sich zu beobachten, wie sich das auf die Margen von Apple auswirkt und ob andere Technologieriesen unter ähnlichen Druck geraten.