NVIDIA hat kürzlich ein übersehenes Signal: Der Umsatzanteil der Netzwerk-Lösungen (InfiniBand, NVLink) ist deutlich gestiegen. Das zeigt, dass KI-Cluster von „Rechenkarten“ hin zu „Interconnect“ (Vernetzung) wechseln – und das verändert die Wettbewerbslandschaft für Hardware-Anbieter außerhalb der Chips. Doch auch die skeptischen Stimmen nehmen zu: In einem Artikel vom 6. August bei Seeking Alpha heißt es, der Aufwärtsspielraum sei begrenzt. Die Begründung lautet, die Bewertung sei bereits „ausgereizt“ und das Wachstum der Einnahmen lasse sich kaum noch in dreistelliger Größenordnung aufrechterhalten. Für kurzfristig orientierte Trader im Halbleiterbereich deutet ein Kursanstieg von knapp 3 % am 3. August darauf hin, dass vor dem Earnings-Report bereits Kapital vorab positioniert wurde. Für die mittelfristige Entwicklung sind jedoch zwei Variablen entscheidend: Ob die Rubin-Plattform wie geplant im zweiten Halbjahr 2026 erscheint, und ob LG als Großkunde mit der CDU tatsächlich in die Serienproduktion einsteigen kann. Wenn beides gelingt, dürfte NVDA noch über 20 % Potenzial haben; andernfalls könnte sich der Kurs mehrere Monate seitwärts bewegen.