1. August 2026 | Online lesen

🔧 Die sechsstelligen KI-Jobs ohne CS-Abschluss
Nvidias CEO sagt: Griff zum Schraubenschlüssel, nicht zum Lebenslauf. Plus: Die 45-Milliarden-Dollar-AI-Wette eines 25-Jährigen, die just das Ende desselben Booms bedeuten könnte.

Der eine sagt, der KI-Ausbau schaffe lukrative sechsstellige Jobs für Menschen, die nie auch nur eine Vorlesung in Informatik besucht haben. Der andere sagt, ein 25-Jähriger, der den Essay dazu geschrieben hat, wohin KI führt, habe gerade gesehen, wie 35 Milliarden Dollar in wenigen Wochen verdampft sind – denn richtig über die Technologie zu liegen und richtig über den Handel zu liegen, sind zwei völlig unterschiedliche Fähigkeiten.

Füge einen Preiskampf hinzu, der die KI der Welt

KI-Fonds
Der 45-Milliarden-Dollar-Kollaps: Wenn „richtig“ nicht genug ist 💥
Vor zwei Jahren war Leopold Aschenbrenner der Lieblingsprophet der Tech-Szene in Silicon Valley. Sein 165-seitiges Essay „Situational Awareness“ machte ihn mit 24 zum Kultfigur, und sein Hedgefonds mit demselben Namen ritt diese Überzeugung zu Gewinnen von über 1.000% seit dem Start. In diesem Monat ist beinahe alles auseinandergefallen.

So ist es passiert:

Der Fonds von Aschenbrenner, Situational Awareness, erreichte Anfang Juli einen Höchststand von rund 45 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten.

Bis Donnerstag war er auf etwa 10 Milliarden US-Dollar gefallen. Ausgelöst durch Margin Calls musste der Fonds sein gesamtes gehebeltes öffentlich gehandeltes Aktienportfolio verkaufen, das Berichten zufolge mit einem Leverage von bis zu 400% aufgebaut wurde, an Ken Griffins Citadel – mit Abschlag.

Die Schmerzen kamen von beiden Seiten gleichzeitig: Optimistische Wetten auf KI-Infrastruktur-Werte wie SK Hynix, CoreWeave, Nebius und Micron brachen ein, während eine bärische Short-Position auf Softwareunternehmen wie Adobe ebenfalls schiefging.

Laut der Financial Times hatte der Fonds bis Juni eine Rendite von 439% für das Jahr erzielt, bevor die Kehrtwende einen Großteil davon innerhalb weniger Wochen wieder zunichtemachte.

Aschenbrenner hält weiterhin einen privaten Anteil von rund 5 Milliarden US-Dollar an Anthropic, und der Fonds wird als privates Anlagevehikel weitergeführt werden – auch nachdem er sein öffentliches Portfolio abgestoßen hat.