Die US-Streitkräfte hätten erneut Angriffe auf Ziele im Iran geflogen, teilte das Zentrale Kommando der US-Streitkräfte (CENTCOM) am Donnerstag, 30. Juli, mit.

Eine Serie großangelegter Schläge sei „eine Antwort auf den gestrigen Versuch eines Raketenbeschusses amerikanischer Streitkräfte“ in der Region gewesen, so die Militärmitteilung. Laut CENTCOM seien Dutzende von Objekten getroffen worden, die dem Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) gehören, darunter militärische Kommandozentren sowie Einrichtungen im Zusammenhang mit Raketenwaffen, Drohnen und dem Küstenschutz.

„Das Ziel der Angriffe bestand darin, die von Iran und seinen Verbündeten für US-Streitkräfte, die kommerzielle Schifffahrt und die Nachbarländer des Persischen Golfs ausgehenden Bedrohungen weiter zu verringern“, so CENTCOM. Dabei wiesen sie erneut darauf hin, dass am 28. Juli Kräfte des IRGC mehrere ballistische Raketen aus dem Iran auf US-amerikanische Militärangehörige im Nahen Osten abgefeuert hätten. Alle Raketen seien abgefangen worden, heißt es in der Mitteilung. Derzeit seien im Nahen Osten mehr als 50.000 US-Soldaten stationiert, ergänzte CENTCOM.

Pause und Wiederaufnahme von Beschießungen im US-Krieg mit dem Iran

Vom 12. bis 24. Juli setzten die USA nachts Luftangriffe auf militärische Einrichtungen im Territorium des Iran. Die amerikanischen Militärs bezeichneten diese Angriffe als Ziel, die Fähigkeit des Iran zu schwächen, die kommerzielle Schifffahrt im Golf von Hormus anzugreifen, den der IRGC mit Angriffen trieb. Auch der Iran führte Angriffe auf das Gebiet benachbarter Länder durch und erklärte, Ziel seien US-amerikanische Militärbasen.

Nach dem 24. Juli hielten sich die Parteien bis zum 28. Juli von gegenseitigen Angriffen zurück. Nach Angaben der Zeitung The New York Times traf der US-Präsident am 24. Juli hochrangige Berater und wichtige Mitglieder seines Kabinetts und beschloss, neue umfangreiche Schläge gegen den Iran aufzuschieben. Als Grund nannte NYT unter anderem die Perspektive, dass die Bestände an Abfangraketen für die Flugabwehrsysteme Patriot und andere Mittel der US-Luftverteidigung im Nahen Osten zur Neige gehen könnten, sowie die Bedrohung einer weltweiten Energie- und Wirtschaftskrise.

Die Angriffe am 28. Juli erfolgten zusammen mit den Streitkräften Saudi-Arabiens. Im CENTCOM hieß es, die Operation sei eine Antwort auf mehr als 30 Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden.

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