IST ARGENTINIEN RASSISTISCH ODER HABEN SIE IHM DIE FIGUR ANGEDREHT?
Meine Urgroßeltern kamen aus Deutschland, Italien und Spanien – auf der Flucht vor Kriegen, Hunger und einem zerstörten Europa. Wie Millionen Familien fanden sie in Argentinien eine Chance, neu anzufangen.
Das ist keine Erzählung: Zwischen 1857 und 1920 kamen mehr als 2,3 Millionen Italiener und 1,6 Millionen Spanier ins Land. 1914 war eine von drei Personen, die im Land lebten, im Ausland geboren. Sogar die Verfassung förderte die Einwanderung ausdrücklich und garantierte denjenigen, die ankamen, bürgerliche Rechte.
Jahrzehnte später, als Spanien Hunger und Isolation nach dem Krieg erlebte, verkaufte Argentinien Getreide, Mais, Fleisch und andere Lebensmittel – per Krediten, die halfen, die Bevölkerung am Leben zu erhalten.
Gibt es Rassismus in Argentinien? Ja, und ihn zu leugnen wäre absurd. Aber ein ganzes, vermischtes und eingewandertes Land zu einer Karikatur zu machen, ist ebenfalls Manipulation.
Das Seltsame ist der Zeitpunkt: Die Anschuldigung wurde nach dem Finale der Weltmeisterschaft befeuert und von genau jenen Ländern verstärkt, deren Krisen unsere Städte gefüllt haben. War das eine spontane Reaktion oder eine Kampagne, um einen Feind zu installieren?
Darum ist #algopaso keine Behauptung: Es ist eine Frage. #argentinapotencia zu verteidigen heißt auch, über unsere Probleme zu diskutieren, ohne erfundene Erzählungen aus dem Ausland zu akzeptieren.
$EUL
Meine Urgroßeltern kamen aus Deutschland, Italien und Spanien – auf der Flucht vor Kriegen, Hunger und einem zerstörten Europa. Wie Millionen Familien fanden sie in Argentinien eine Chance, neu anzufangen.
Das ist keine Erzählung: Zwischen 1857 und 1920 kamen mehr als 2,3 Millionen Italiener und 1,6 Millionen Spanier ins Land. 1914 war eine von drei Personen, die im Land lebten, im Ausland geboren. Sogar die Verfassung förderte die Einwanderung ausdrücklich und garantierte denjenigen, die ankamen, bürgerliche Rechte.
Jahrzehnte später, als Spanien Hunger und Isolation nach dem Krieg erlebte, verkaufte Argentinien Getreide, Mais, Fleisch und andere Lebensmittel – per Krediten, die halfen, die Bevölkerung am Leben zu erhalten.
Gibt es Rassismus in Argentinien? Ja, und ihn zu leugnen wäre absurd. Aber ein ganzes, vermischtes und eingewandertes Land zu einer Karikatur zu machen, ist ebenfalls Manipulation.
Das Seltsame ist der Zeitpunkt: Die Anschuldigung wurde nach dem Finale der Weltmeisterschaft befeuert und von genau jenen Ländern verstärkt, deren Krisen unsere Städte gefüllt haben. War das eine spontane Reaktion oder eine Kampagne, um einen Feind zu installieren?
Darum ist #algopaso keine Behauptung: Es ist eine Frage. #argentinapotencia zu verteidigen heißt auch, über unsere Probleme zu diskutieren, ohne erfundene Erzählungen aus dem Ausland zu akzeptieren.
$EUL