Der bevorstehende CLARITY Act wird weithin erwartet, den US-Krypto-Markt maßgeblich zu verändern, indem er regulatorische Klarheit für digitale Assets schafft. Während Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) sehr wahrscheinlich die wichtigsten institutionellen Nutznießer bleiben, könnten auch mehrere Altcoins von einer stärkeren institutionellen Beteiligung profitieren. Von Krypto-Werten mit aktiven ETF-Ambitionen bis hin zu Blockchain-Ökosystemen, die Tokenisierung und DeFi antreiben: Hier sind die wichtigsten Altcoins jenseits von BTC und ETH, die vom CLARITY Act am stärksten profitieren könnten.

Altcoins mit dem größten ETF-Potenzial

Einer der größten Wege, wie der CLARITY Act den Kryptomarkt beeinflussen könnte, besteht darin, das Wachstum von börsengehandelten Fonds (ETFs) zu beschleunigen, die an digitale Vermögenswerte gekoppelt sind. Wenn die institutionelle Nachfrage über Bitcoin und Ethereum hinausgeht, werden Kryptowährungen mit aktiven ETF-Einreichungen, regulierten Investmentvehikeln oder etablierten Derivatemärkten voraussichtlich weiterhin im Mittelpunkt des institutionellen Interesses stehen. 

Die folgenden Kryptowährungen stechen als führende Kandidaten für eine ETF-Ausweitung hervor:

  • Solana (SOL): Gestützt durch mehrere ETF-Einreichungen und ein rasch wachsendes institutionelles Ökosystem bleibt Solana einer der stärksten Kandidaten für eine breitere ETF-Akzeptanz.

  • XRP: Mit zunehmender regulatorischer Klarheit und dem Ausbau von ETF-Angeboten in mehreren Märkten zieht XRP weiterhin institutionelle Aufmerksamkeit auf sich.

  • Litecoin (LTC): Wird oft als eine der ETF-bereitesten Kryptowährungen angesehen, vor allem aufgrund seines regulatorischen Profils und seiner etablierten Marktpräsenz.

  • Dogecoin (DOGE): Mehrere ETF-Anträge und seine tiefe Liquidität machen DOGE zu einem bemerkenswerten Kandidaten für künftige institutionelle Produkte.

  • Cardano (ADA): Das wachsende institutionelle Interesse und die Aufnahme in diversifizierte Krypto-Investmentprodukte stärken die langfristigen Aussichten.

  • Hedera (HBAR): Unternehmenspartnerschaften und ETF-Vorschläge positionieren HBAR als aufkommendes institutionelles Investment.

Blockchain-Netzwerke, die institutionelle Finanzen antreiben

Die nächste Phase der Adoption wird voraussichtlich von Blockchain-Netzwerken getragen, die reale finanzielle Anwendungen unterstützen. Der CLARITY Act könnte den regulatorischen Klarheitsgrad liefern, den Banken, Asset Manager und Unternehmen benötigen, um Investitionen in Blockchain-Infrastruktur für tokenisierte Vermögenswerte, Stablecoins und dezentrale Finanzdienstleistungen zu beschleunigen. Infolgedessen dürften Ökosysteme mit nachgewiesener Skalierbarkeit, Unternehmenseinbindung und reifen Entwickler-Communities zunehmend institutionelle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. 

Zu den wichtigsten Blockchain-Ökosystemen, die von dieser Entwicklung profitieren könnten, gehören:

  • Avalanche (AVAX): Avalanche ist für seine anpassbare Subnet-Architektur bekannt und hat sich zu einem bevorzugten Netzwerk für Institutionen entwickelt, die tokenisierte reale Vermögenswerte (RWAs) und Enterprise-Blockchain-Lösungen erkunden.

  • BNB Chain (BNB): Eines der größten Smart-Contract-Ökosysteme, unterstützt BNB Chain weiterhin eine breite Palette dezentraler Finanzdienstleistungen (DeFi), Zahlungs- und Tokenisierungsinitiativen und ist damit eine attraktive Plattform für institutionelle Use Cases.

  • Arbitrum (ARB): Als führendes Layer-2-Netzwerk von Ethereum ermöglicht Arbitrum Transaktionen mit geringeren Kosten und hoher Geschwindigkeit, während die Sicherheit von Ethereum erhalten bleibt. Damit positioniert es sich als zentrale Infrastruktur-Schicht für institutionelle DeFi-Anwendungen.

  • Base: Gestützt durch Coinbase ist Base in rasantem Tempo zu einem Ökosystem herangewachsen, das traditionelle Finanzwelt mit On-Chain-Anwendungen verbindet. Es zieht Entwickler an, die an Zahlungs-, Tokenisierungs- und Finanzprodukten arbeiten.

  • Hyperliquid (HYPE): Das dezentrale Derivate-Ökosystem hat bei professionellen Tradern durch seine leistungsstarke Infrastruktur an Zugkraft gewonnen und spiegelt damit ein wachsendes institutionelles Interesse am On-Chain-Handel wider.

  • Canton Network: Im Gegensatz zu öffentlichen Blockchains ist Canton Network speziell für regulierte Finanzinstitute konzipiert und unterstützt tokenisierte Wertpapiere, digitale Anleihen sowie Infrastruktur für die Kapitalmarktabwicklung.

Da die institutionelle Adoption sich von dem bloßen Halten von Kryptowährungen hin zum Aufbau von Finanzprodukten auf Blockchain-Netzwerken verlagert, könnten diese Ökosysteme zu den langfristigen Gewinnern eines klareren regulatorischen Rahmens unter dem CLARITY Act gehören.

Abschließende Gedanken

Der CLARITY Act wird voraussichtlich nicht allen Kryptowährungen gleichermaßen zugutekommen. Stattdessen sind Assets mit etablierter institutioneller Infrastruktur, aktiven ETF-Initiativen oder Blockchain-Netzwerken, die reale finanzielle Anwendungen unterstützen können, am besten positioniert, um aus einem klareren regulatorischen Umfeld Kapital zu schlagen.

Obwohl Bitcoin und Ethereum voraussichtlich der Eckpfeiler der institutionellen Kryptoportfolios bleiben, könnten Altcoins wie Solana, XRP, Litecoin, Dogecoin, Hedera und Cardano durch eine Ausweitung von ETFs ein breiteres institutionelles Interesse auf sich ziehen. Gleichzeitig könnten Blockchain-Ökosysteme wie Avalanche, BNB Chain, Arbitrum, Base, Hyperliquid und Canton Network davon profitieren, dass Finanzinstitute die Tokenisierung, die Abwicklung (On-Chain) und dezentrale Finanzdienstleistungen beschleunigen.