
Die Futures auf die US-Aktienindizes stabilisierten sich am Montagabend: Die Anleger richteten ihren Fokus auf die anstehenden Berichte der größten Technologieunternehmen, während die zunehmenden Spannungen rund um den Iran die Risikobereitschaft dämpften.
Die Futures stabilisierten sich nach einer negativen Sitzung an der Wall Street, die am Montag mit einem Rückgang endete, vor dem Hintergrund von Sorgen über eine Verschärfung der militärischen Spannungen, die einen steilen Anstieg der Ölpreise ausgelöst hatten.
Die S&P-500-Futures haben sich praktisch nicht verändert und lagen bei 7.482,50 Punkten, Stand 02:54 Uhr Moskauer Zeit. Die Nasdaq-100-Futures waren ebenfalls stabil bei 28.784,0 Punkten, während die Dow-Jones-Futures sich kaum bewegten – 52.083,0 Punkte.
Auch wenn die Stimmung an der Wall Street noch immer unter den schweren Verlusten der vergangenen Woche litt: Zweifel an der Angemessenheit hoher Bewertungen von Chip-Herstellern, die durch die Erwartungen an Künstliche Intelligenz befeuert wurden, lösten einen deutlichen Rückgang in dem Sektor aus.
Die Schläge gegen den Iran gehen weiter: Trump verspricht eine Antwort auf den Tod der Militärs
Das US-Zentralkommando hat am Montag zum zehnten Mal in Folge Schläge gegen den Iran ausgeführt; für diese Woche wird erwartet, dass der Umfang der Einsätze ausgeweitet wird.
Präsident Donald Trump erklärte, der Iran werde für den Tod amerikanischer Soldaten «bezahlen» – infolge der iranischen Angriffe auf US-Basen im Nahen Osten starben mindestens drei Soldaten.
Die Ölpreise erreichten am Montag Fünfwochen-Höchststände: Der wiederaufgeflammte Konflikt hat die Transitroute durch die Straße von Hormus faktisch unterbrochen und damit die Sorgen über einen Rückgang der weltweiten Bestände sowie über eine verknappte Angebotslage verstärkt.
Der Anstieg der Ölpreise hat zudem die Sorge um die Beharrlichkeit der Inflation verstärkt, was wiederum die US-Notenbank dazu veranlassen könnte, die Zinssätze in den kommenden Monaten anzuheben.
Obwohl von der Zentralbank überall erwartet wird, dass sie die Zinsen beim nächsten Juli-Treffen unverändert lässt, fürchten die Märkte, dass eine anhaltende Inflation die Fed später in diesem Jahr zu Zinserhöhungen zwingen könnte – insbesondere nachdem Fed-Vorsitzender Kevin Warsh erneut bekräftigt hat, dass der Regulator am Inflationsziel von 2% pro Jahr festhält.
Tesla und Alphabet werden die Berichtssaison für das zweite Quartal anführen
Im Mittelpunkt dieser Woche stehen die Berichte der größten Technologiekonzerne: Tesla Inc (NASDAQ:TSLA) von Elon Musk und Alphabet Inc (NASDAQ:GOOGL), die Muttergesellschaft von Google, werden am Mittwoch ihre Ergebnisse für das Juni-Quartal vorlegen.
Es wird erwartet, dass Tesla angesichts der Erholung der Verkäufe von Elektrofahrzeugen stärkere Ergebnisse zeigen wird, während sich der Bericht von Alphabet vor allem auf die weitreichenden Pläne des Unternehmens für Investitionen in Künstliche Intelligenz konzentrieren dürfte.
Auch auf Alphabet wird genau geschaut, nachdem letzte Woche die Meldung aufkam, dass das Unternehmen den Start seines KI-Modells Gemini 3.5 Pro aufgeschoben hat.
Zu den weiteren wichtigen Berichten dieser Woche gehören General Motors Company (New York:GM), Danaher Corporation (New York:DHR), Charles Schwab Corp (New York:SCHW) und MSCI Inc (New York:MSCI), die alle am Dienstag ihre Ergebnisse vorlegen.
Philip Morris International Inc (New York:PM), Gevo Inc (NASDAQ:GEVO), Moodys Corporation (New York:MCO), CME Group Inc (NASDAQ:CME) und Texas Instruments Incorporated (NASDAQ:TXN) berichten am Mittwoch, während der Chip-Hersteller Intel Corporation (NASDAQ:INTC) am Donnerstag Zahlen veröffentlicht.
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