China drängt mit Nachdruck, die Liquidität des Offshore-Renminbi zu vertiefen – neue Maßnahmen sollen den Ausbau von in $RMB denominierten Vermögenswerten fördern und die Anbindung zwischen Onshore und Offshore straffen. Hongkong bleibt der Anker.

Die Zahlen erzählen die Geschichte: Der Anteil des RMB an der globalen Handelsfinanzierung erreichte im Dezember 8,3%. London hat im vergangenen Jahr ¥48,15 Billionen ($7,11 Billionen) abgewickelt. Das ist nicht trivial.

Die Internationalisierung des Yuan war über ein Jahrzehnt ein langsamer Prozess, aber der Schwung baut sich eindeutig auf. Mehr Liquidität offshore, mehr Vermögenswerte, die in RMB denominiert sind, mehr bidirektionaler Fluss mit Onshore-Märkten – das sind die Bausteine für eine glaubwürdige Alternative als Reservewährung.

Noch ist es ein weiter Weg, um den Dollar im globalen Finanzwesen zu verdrängen, aber die Richtung ist unmissverständlich. Für alle, die in den Devisentausch, grenzüberschreitende Geldtransfers oder das Beobachten von Wechselkursen in Asien involviert sind, ist das relevant. Der RMB ist nicht mehr nur eine regionale Geschichte.