
Wenn man Cetus DLMM zum ersten Mal sieht, kann man die Liquidität zunächst als eine Reihe geordneter Preisfelder vorstellen – also als Bins. In jedes Feld kann man eine vorgegebene Menge an Token X oder Token Y einbringen. Diejenigen Felder, in denen aktuell gleichzeitig beide Token-Typen vorhanden sind, nennt man active bin. Der Handel nutzt zuerst die Liquidität dieses Bins.
In demselben aktiven Bin verwendet DLMM eine Constant-Sum-Kurve. Die Reservemenge ändert sich zwar bei einer Umtauschaktion, aber die Quotes bleiben auf den in diesem Feld festgelegten Preis eingestellt. Daher entsteht kein Slippage, solange der Handel dieses Feld nicht überschreitet. Hier beschreibt „Zero Slippage“ nur den Ausführungspreis; Gebühren und andere Gesamtkosten bleiben dennoch bestehen.

Erst wenn auf einer Seite der Token aufgebraucht sind, geht der Handel in Richtung des nächsten Bins weiter. In dem Moment, in dem die Grenze zwischen den Bins überschritten wird, springt der Marktpreis ebenfalls zum nächsten Bin – und zwar nicht kontinuierlich innerhalb des Bins. Wenn man versteht, was ein aktiver Bin ist, wird klar, warum ein Trade manchmal bei einem festen Quote stoppt und manchmal entlang mehrerer Bins gehandelt wird. Außerdem ist es dann leichter, Slippage, Gebühren und die gesamten Transaktionskosten nicht in eine Sache zu vermischen.
