Pakistan sucht religiöse Klarheit, während es mit Krypto-Plänen voranschreitet
Pakistans Bemühungen, eine regulierte Krypto-Branche aufzubauen, sind in eine wichtige Phase eingetreten. Die Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority (PVARA) hat Jamia Darul Uloom Karachi gebeten, klarere Leitlinien zu verschiedenen Arten digitaler Vermögenswerte zu geben – statt alle Kryptowährungen als eine einzige Kategorie zu behandeln.
Die Anfrage kommt, nachdem im vergangenen Monat eine religiöse Entscheidung erlassen wurde, wonach Kryptowährungen nach dem derzeitigen Verständnis nicht als gültige Zahlungsmittel im Sinne des islamischen Rechts angesehen werden können. Die Entscheidung löste Diskussionen unter Investoren, Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern aus.
Laut der Aufsichtsbehörde funktionieren nicht alle digitalen Vermögenswerte gleich. Einige Tokens sind durch reale Vermögenswerte wie Gold abgesichert, während vollständig reservierte Stablecoins einen Anspruch auf einen greifbaren Wert darstellen. Andererseits werden viele Kryptowährungen vor allem durch Marktspekulation und Preisbewegungen angetrieben.
Pakistan arbeitet außerdem an der Lizenzierung von Krypto-Börsen, fördert Stablecoins und prüft die Tokenisierung realer Vermögenswerte. Die Regierung ist der Ansicht, dass diese Initiativen Innovation unterstützen können, während das Finanzsystem weiterhin ordnungsgemäß reguliert bleibt.
Wenn islamische Gelehrte separate Leitlinien für unterschiedliche Kategorien digitaler Vermögenswerte bereitstellen, könnte dies das Vertrauen bei Banken, Investoren und der Öffentlichkeit erhöhen. Es könnte Pakistan auch dabei helfen, eine Vorreiterrolle in der sharia-konformen digitalen Finanzierung zu übernehmen.
Vorerst bleibt die Krypto-Handelsaktivität im Land weitgehend unverändert. Die Diskussionen, die heute stattfinden, könnten jedoch in den kommenden Jahren eine bedeutende Rolle dabei spielen, die digitale Finanzlandschaft Pakistans zu gestalten.
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