
Rio Tinto meldete am Mittwoch einen Anstieg der Verkäufe von Eisenerz im zweiten Quartal und bestätigte die jährliche Produktionsprognose: Höhere operative Kennzahlen im Geschäftsbereich Pilbara kompensierten die Schwäche in der Kupferproduktion.
Das Unternehmen teilte mit, dass die weltweiten Verkäufe von Eisenerz im Jahresvergleich um 5% gestiegen sind — auf 88,8 Mio. metrische Tonnen im zweiten Quartal, während die Verkäufe von Eisenerz aus Pilbara um 7% zulegten — auf 85,3 Mio. Tonnen, was den höchsten Quartalswert seit 2020 darstellt.
Die Produktion in Pilbara blieb im Jahresvergleich bei 83,5 Mio. Tonnen (auf 100%-Basis) stabil, während die Produktion im ersten Halbjahr um 6% zulegte.
Der CEO Simon Trott berichtete, dass die Produktion in Kupferäquivalenten im ersten Halbjahr um 3% gestiegen sei, angetrieben durch eine Rekordproduktion von Eisenerz in Pilbara seit 2018 im ersten Halbjahr, die fortgesetzte Kapazitätserweiterung im Kupferbergwerk Oyu Tolgoi sowie den stabilen Betrieb der Aluminiumstandorte trotz geopolitischer Unsicherheit.
Die konsolidierte Kupferproduktion sank um 7% im Jahresvergleich — auf 213.000 metrische Tonnen im Quartal. Dies spiegelt niedrigere Fördermengen bei Kennecott und Escondida wider, obwohl die Produktion im ersten Halbjahr um 1% leicht gestiegen ist.
Rio Tinto hat die Prognose für die Netto-Einheitskosten C1 für Kupfer für 2026 auf 30–50 US-Cents pro Pfund von zuvor 65–75 US-Cents gesenkt und dabei auf steigende Goldpreise sowie verbesserte Produktivität verwiesen.
Rio Tinto hat alle wesentlichen Produktionsprognosen für 2026 unverändert gelassen. Das Unternehmen erklärte, dass die operative Auswirkung des Konflikts im Nahen Osten begrenzt gewesen sei, überwache jedoch weiterhin Risiken im Zusammenhang mit der Straße von Hormus sowie globale Lieferketten.