„Aktien auf der Blockchain“ sind endlich nicht mehr nur noch Preiskurven. Am 2. Juli gaben Ondo und Broadridge bekannt, dass sie in den USA ein Drittverwahrungsmodell für tokenisierte Wertpapiere einführen: Als erste sollen der BlackRock iShares Core S&P 500 ETF (IVV) und Micron (MU) kommen. Die zugrunde liegenden Aktien bleiben dabei weiterhin im US-üblichen, regulierten Verwahrsystem; registrierte Transferagenten prägen im Verhältnis 1:1 Ethereum-Token. Inhaber können zudem über ProxyVote Unternehmensinformationen erhalten und an Abstimmungen über On-Chain-Proxys teilnehmen. Das Ereignis hat nichts mit GRVT zu tun, aber es legt einen entscheidenden Unterschied offen.
Bei dem Handel mit @grvt_io aus Aktien-Perpetuals erhält man eine Kursrichtungs-Exponierung: Man kann long oder short gehen, mit Margin handeln, besitzt dadurch jedoch keine Unternehmensanteile und hat weder Stimmrechte als Aktionär noch Dividendenansprüche; gleichzeitig muss man Funding-Fee-, Leverage- und Liquidationsrisiken tragen. Ondo-verwahrte Token mit zugrunde liegenden Aktien und Governance-Rechten sind daher etwas völlig anderes als GRVTs Aktien-Perpetuals – rechtlich und als Produktstruktur.
Wenn ich künftig RWA sehe, werde ich zuerst fragen: Wird das Underlying 1:1 unterstützt, welche rechtlichen Rechte gibt es, wer übernimmt die Verwahrung und wie werden Unternehmensmaßnahmen verarbeitet – statt nur auf den Asset-Namen zu schauen.
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