Der Durchbruch von 200 US-Dollar, so laut wie über die Feiertage – und ich jage dem Gegenteil hinterher.

Zuerst die Sache klarstellen: Die Gold-Update-Meldung schreibt, dass $BTC über 63.000 US-Dollar gestiegen ist.

Aber das Handelsbild hat nicht aufgehört: Der Spot liegt bereits bei 63.832, das 24-Stunden-Hoch wurde bei 63.989 angetippt, das Tief bei 61.824.

Heißt: Das ist keine ganz neue Story, die gerade erst gestartet ist. 63.000 wirkt eher wie ein fehlendes Stück in dem vorherigen Seitwärtsbereich.

Dass ich nicht hinterherlaufe, hat zwei Gründe.

Einer: Der Anstieg beträgt gerade mal 1,93%. Die Diskussionen sind lauter als die K-Linie. Wenn es wirklich richtig knallt, würde das nicht so lange intraday in der Schleife hängen.

Zweiter: Die Futures sind zu heiß. 24-Stunden-Futures-Volumen 10,76 Milliarden, Spot gut 1,2 Milliarden – ein 8,9-faches Volumenverhältnis sieht schon nach Gedränge aus. Die Funding Rate liegt nur bei +0,0056%, die Bullen sind also auch nicht gerade stark.

Und die offenen Positionen hängen noch bei 102150 BTC. Ich habe ein paar Jahre Kontrakte gehandelt – an solchen Stellen wird am leichtesten ständig hin und her gesweept. Gestern Abend habe ich in der U-Bahn noch auf die 15-Minuten-Linie geschaut und war kurz davor, aus Langeweile Long zu eröffnen.

Man könnte sagen: Wenn es schon wieder über 63.000 steht, ist die Stimmung oben etwas besser – das ist nicht falsch.

Aber glaubst du wirklich, dass man bei einem frischen Bruch von 63.000 automatisch blind euphorisch sein sollte?

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Vielleicht liege ich auch falsch – ich entscheide eben selbst.