7.14 US-Aktien | Börsenberichte großer Banken offiziell gestartet, JPMorgan und Goldman zuerst mit dabei

Brüder, heute (14. Juli) ist der „Eröffnungstag“ der US-Aktien-Berichtsaison!

JPMorgan, Goldman Sachs und die Wells Fargo Bank schicken im Vorfeld allesamt ihre Ergebnisse für das zweite Quartal voraus. Die Bankaktien geben den Startschuss und eröffnen damit offiziell die Berichtsaison

Vorbörslich ist die Stimmung am Markt noch etwas vorsichtig: Dow-, S&P-500- und Nasdaq-100-Futures bewegen sich jeweils nur leicht, etwa um 0,1%–0,2%, nach unten.

Vor der Veröffentlichung der Zahlen halten sich Anleger noch zurück. Bei den Einzelwerten: JPMorgan-Aktien sind zuvor bereits in die Nähe eines Allzeithochs bei rund 335 US-Dollar gestiegen. Die Markterwartung liegt bei einem Gewinn je Aktie von etwa 5,67 US-Dollar, was einem Anstieg von rund 14% entspricht; der Umsatz wird auf 50,5 Mrd. US-Dollar geschätzt.

Goldman Sachs dürfte dagegen noch stärker ausfallen: Der Gewinn je Aktie wird im Bereich von 14,01 bis 14,47 US-Dollar erwartet, was einem kräftigen Anstieg von 28%–32% im Jahresvergleich entspricht. Haupttreiber sind voraussichtlich steigende Gebühren im Investmentbanking von mehr als 32%; für Wells Fargo wird der Gewinn je Aktie im Korridor von 1,72 bis 1,74 US-Dollar erwartet.

Doch die eigentlichen Highlights liegen nicht allein in den Nettoertragszahlen dieser drei Banken, sondern in zwei zentralen Signalen: Erstens in der NII-Leitlinie (Net Interest Income) von JPMorgan, und zweitens in den neuesten Aussagen von CEO Jamie Dimon zum Zinsausblick und zur Kreditqualität.

Man muss sich vor Augen halten: Im ersten Quartal hatte die Bank ihre Prognose für das gesamte Jahr beim NII bereits nach unten korrigiert. Der Markt schaut daher genau darauf, ob die Bank bei der bisherigen Einschätzung bleibt oder erneut nachjustiert. Für den Finanzsektor im S&P 500 wird insgesamt ein Wachstum der Gewinne im zweiten Quartal von etwa 12,5% erwartet. Wenn die Vorab-Orientierungen der drei Großbanken eher optimistisch ausfallen, könnte das für die nachfolgende Berichtsaison der Tech-Aktien eine bessere Stimmung schaffen.

Auf längere Sicht: Für 2026 liegen die allgemeinen Erwartungen der Wall Street an das Gewinnwachstum des S&P 500 häufig im Bereich von 12%–22%. Einige Institute wie Bank of America haben sogar auf rund 22% angehoben und sind der Ansicht, dass die „Krawall“-artige Berichtsperiode im ersten Quartal eine solide Grundlage für die Ausweitung des Gewinnzyklus im Jahresverlauf gelegt hat.

Die Entwicklung der Bankaktien heute könnte daher sehr wahrscheinlich zum ersten Dominostein werden, um zu beurteilen, ob sich dieser Gewinnzyklus fortsetzt #美股超话