Die USA haben gerade ihren eigenen digitalen Dollar verboten – was das wirklich bedeutet
Während die Welt zusieht, wie China und Europa auf staatlich ausgegebene digitale Währungen zusteuern, hat die Vereinigten Staaten gerade das Gegenteil getan – seine eigene Version für die nächsten vier Jahre stillschweigend verboten, versteckt in einem Wohnungsgesetz.
◆ Der „Road to Housing Act“ für das 21. Jahrhundert wurde am 10. Juli 2026 Bundesrecht und enthält eine Bestimmung, die der Federal Reserve verbietet, bis zum 31. Dezember 2030 eine digitale Zentralbankwährung auszugeben, zu erstellen oder in Umlauf zu bringen
◆ Der Gesetzentwurf passierte den Kongress mit veto-sicheren Mehrheiten – 85:5 im Senat und 358:32 im Repräsentantenhaus – was bedeutete, dass er automatisch Gesetz wurde, nachdem Präsident Trump ihn weder innerhalb des verfassungsrechtlichen 10-Tage-Zeitfensters unterzeichnet noch ein Veto eingelegt hat
◆ Das Verbot schneidet private Stablecoins ausdrücklich aus: Es befreit jede auf Dollar lautende Währung, die offen, permissionless und privat ist – und lässt Emittenten unberührt, die bereits durch den GENIUS Act des vergangenen Jahres geregelt sind
◆ Der designierte Fed-Vorsitzende Kevin Warsh hat öffentlich eine US-Digitalwährung der Zentralbank als „schlechte politische Entscheidung“ bezeichnet, die systemische Risiken darstellen und den Schutz der finanziellen Privatsphäre untergraben könnte
◆ Es gab erst gar keine aktive Bundesinitiative, die in erster Linie einen digitalen Dollar aufbauen sollte – die US-Notenbank ging nie über eine Forschungsarbeit aus dem Jahr 2022 hinaus, die das Konzept untersuchte
◆ Die Einschränkung steht in starkem Kontrast zu globalen Trends: Drei Länder haben bereits eine Digitalwährung der Zentralbank eingeführt, und Dutzende weitere testen oder entwickeln eine, so der Atlantic Council. Währenddessen zielt die Europäische Zentralbank auf einen vollständigen digitalen Euro-Launch bis 2029
◆ Die Bestimmung entstand ursprünglich aus ins Stocken geratenen Verhandlungen zum GENIUS Act: Dabei argumentierten Abgeordnete, dass die Förderung privat ausgegebener, dollarbasierter Stablecoins bei gleichzeitiger Zulassung einer konkurrierenden staatlichen Version zu widersprüchlicher Politik führe
Dies ist eines der eindeutigsten legislativen Signale darüber, wie die USA ihre digitale Geldzukunft strukturieren wollen: Sie setzen dabei auf regulierte private Emittenten statt auf eine staatlich betriebene Alternative – zumindest bis zum Ende des Jahrzehnts.
Meinst du, dass die USA die richtige Entscheidung getroffen haben, indem sie private Stablecoin-Infrastruktur priorisierten statt den eigenen digitalen Währungsaufbau, oder ist das eine verpasste Chance im Vergleich zu dem, was andere große Volkswirtschaften aufbauen?
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