Der Preis eines Eigenheims in den USA erzählt zwei sehr unterschiedliche Geschichten – je nachdem, wie er gemessen wird. Der Vergleich dieser Geschichten unterstreicht den Reiz von Bitcoin, BTC$64.109,40, als langfristige Absicherung gegen die Entwertung des Dollars, also die Erosion des Werts in der Fiat-Währung.
Laut Fidelity Digital Assets hat ein typisches US-Haus seit 2020 mehr als 100.000 US-Dollar an Wert gewonnen. Diese Wertsteigerung bei Häusern soll einen positiven Vermögenseffekt erzeugen, ein wirtschaftliches Phänomen, bei dem steigende Immobilienwerte die Hausbesitzer sich vermögender fühlen lassen. Wenn sie sich vermögender fühlen, geben sie mehr aus, nehmen mehr Kredite auf und stärken die Wirtschaft – selbst dann, wenn ihr tatsächliches Einkommen unverändert bleibt.
Preisen Sie dasselbe Haus in Bitcoin – und die Erzählung kippt scharf. Was im Jahr 2020 noch mehr als 50 BTC kostete, kostet heute nur noch 5 BTC, ein Rückgang um 90%.
Was wie eine Wertschätzung im Wohnungsmarkt aussieht, ist genauer gesagt ein Spiegelbild für die Erosion der Fiatwährung. Das Problem liegt beim Recheneinheitsmaßstab – nicht beim Vermögenswert selbst," sagte Zack Wainwright, Analyst für digitale Vermögenswerte bei Fidelity.
Jahrzehntelange Geldmengenausweitungen haben eine Inflation befeuert, die seit mehr als fünf Jahren über dem 2%-Ziel der US-Notenbank Fed verharrt und den Wert des Dollars verwässert. Bitcoin dient mit seinem festen Angebot von 21 Millionen Coins und dem transparenten Emissionsplan als neutraler Maßstab, der diese Entwertung offenlegt.
Natürlich ist dieser optische Effekt nicht nur auf Bitcoin beschränkt. Wenn man die Preise für Häuser im Verhältnis zu Gold misst, bei den sogenannten Magnificent 7-Aktien oder auch beim breiteren Nasdaq-Aktienindex, würde sich ebenfalls – je nach Ausmaß – eine Fiat-Verwässerung zeigen.
Doch vorerst ist die Botschaft klar: BTCs langfristiger Reiz als Inflationsschutz bleibt stark, obwohl der Preis seit dem vergangenen Oktober durch das sogenannte Halving von seinem Wert auf 63.000 US-Dollar gefallen ist.
Die kurzfristigen Erholungsaussichten beim Bitcoin-Preis hängen von der Rückkehr der Nachfrage nach ETFs ab, insbesondere nach BlackRocks IBIT, das weithin als Proxy für die institutionelle Nachfrage gilt. Der Fonds hat in dieser Woche über 200 Millionen US-Dollar eingesammelt und damit eine Rekordserie von Abflüssen beendet, die sich auf Milliarden von Dollar beläuft. Der Trend muss jedoch anhalten. Bleiben Sie aufmerksam
