Fed-Sitzungsprotokolle sind gerade raus und ja, #FedMinutesShowSplitOnRateHikes ist real. Das Juni-Treffen war einstimmig bei der Entscheidung, bei 3,50–3,75% zu halten, aber aus den Protokollen geht hervor, dass einige Beamte eigentlich sofort eine Anhebung wollten. Sie ließen die Halte-Strategie vorerst durchgehen, nicht weil sie überzeugt waren, sondern weil sie geduldig waren. Die größere Story ist die Spaltung beim Ausblick. 9 von 18 Beamten sehen inzwischen mindestens eine Zinserhöhung noch bis zum Jahresende vor – ein Unterschied zu März, als alle eher auf Zinssenkungen zugesteuert waren. Der Core PCE wurde auf 3,3% nach oben revidiert, und Warsh hat nicht einmal eine Dot-Plot-Projektion eingereicht – der erste Vorsitzende, der das seit 2012 überspringt. Man hält seine Karten nah an der Brust. Der Markt preist weiterhin vor allem einen Hold für Juli ein, aber die Chancen für eine Erhöhung im September liegen bei rund 50–55%. Wenn CPI am 14. Juli heiß kommt, bewegt sich diese Zahl schnell. Keine Panikverkäufe hier, nur beobachten, wie sich das bis zum nächsten Bericht entwickelt. Mich würde interessieren, wo ihr meint, dass der September-Call landet.

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