Ich habe mit einem ehemaligen State-Dept.-Mitarbeiter gesprochen, der am Nuklear-Dossier gearbeitet hat. Sein Eindruck zu Mojtaba Khamenei? Nicht mal Top 15 in echter Macht.

Er nennt ihn einen „Sprössling des obersten Führers“. Sein Vater hat Jahrzehnte damit verbracht, Netzwerke aufzubauen, bevor er überhaupt etwas bewegen konnte. Mojtaba bekam ein paar Monate und ist dann verschwunden. Kein Foto, kein Video, nichts. Der Mann glaubt, es seien Gesichtsverletzungen, nicht OpSec.

Das interne Drama, auf das alle hindeuten – der Präsident droht damit, zurückzutreten, die Zentralbank sagt, die Wirtschaft sei gegessen – er verglich es mit Republikanern und Demokraten, die sich gegenseitig anschreien. Jede Regierung hat Politik. Das heißt nicht, dass alles kollabiert.

Sein schärferer Punkt: Die USA hätten im Grunde einen Regimewechsel bewirkt, indem sie Khamenei getötet haben. Und wer am Ende die Geschäfte führt, wird eher antiamerikanisch, mehr auf Militär fokussiert und weniger vorsichtig sein als der alte Apparat.

Der vorherige oberste Führer wollte keine Nuklearwaffen. Niemand setzt darauf, dass das neue Team es genauso sieht.

Seine Prognose: Israel schlägt Iran innerhalb eines Jahres erneut, mit über 50% Wahrscheinlichkeit – ob mit oder ohne US-Unterstützung. Direkte Beteiligung der USA? Nahezu null.

Iraans Gegenbewegung sind keine Raketen. Es ist Hormus. Dort werden sie es zusammenziehen, wenn sie eine Botschaft senden wollen, ohne einen vollständigen Krieg zu starten. Vielleicht beginnen sie auch, unterschiedliche Preise zu verlangen – Vollpreis für manche, Rabatte für China, wenn die mitspielen.

Die eigentliche Frage: Baut Mojtaba in den nächsten zwölf Monaten tatsächlich Macht auf – oder hält die IRGC ihn einfach nur als Aushängeschild, ohne echtes Netzwerk hinter ihm?