🚨 DAS KÖNNTE DER BEGINN EINER SCHWEREN ANLEHEN-KRISE IN JAPAN SEIN.

Ausländische Investoren haben im Juni japanische Staatsanleihen im Wert von 3,12 Billionen Yen (19,2 Milliarden US-Dollar) verkauft – der größte monatliche Abfluss seit Januar 2023.

Die japanische Regierung gibt mehr aus, was bedeutet, dass sie mehr Anleihen emittieren muss.

Gleichzeitig kauft die BOJ weniger Anleihen als zuvor. Das bedeutet: Der Markt muss mehr Angebot mit weniger Unterstützung absorbieren.

Wenn ausländische Investoren dann zusätzlich anfangen abzuwandern, müssen die Renditen steigen, um Käufer anzulocken.

Steigende Renditen sind für Japan besonders gefährlich, weil das Land zu den Ländern mit den höchsten Schulden-zu-BIP-Quoten der Welt gehört – über 260%.

Jedes Mal, wenn die Renditen steigen, erhöht sich die Zinslast für diese Schulden. Irgendwann wird diese Last nicht mehr tragbar.

Der Research-Strategiechef von Pepperstone sagte: „Das Zeitalter, in dem JGBs wie ein nahezu risikoloser Vermögenswert mit niedriger Volatilität behandelt wurden, ist vorbei.“

Die BOJ hat gerade angekündigt, ihre allmähliche Reduzierung der Anleihekäufe ab dem nächsten Geschäftsjahr zu pausieren, was etwas Zeit verschafft.

Doch 19,2 Milliarden US-Dollar, die in nur einem Monat abfließen, zeigt, wie schnell sich das Vertrauen in einen Markt verändern kann, der jahrzehntelang stabil war.

Wenn die ausländischen Verkäufe weitergehen und die Renditen weiter steigen, steht Japan vor einem doppelten Problem: höhere Finanzierungskosten auf einem bereits enormen Schuldenberg, ein schwächerer Yen und eine Zentralbank mit begrenztem Spielraum, zu reagieren, ohne die Inflation zu verschärfen.