Die Fed hat die Spielregeln geändert – Zinssenkungen? Versuch’s mit Zinserhöhungen.

Alle haben 2025 mit Zinssenkungen kalkuliert. Jetzt starren wir auf das Gegenteil.

Juni-FOMC unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh: Das Median-Dot-Plot für das Ende 2026 ist auf 3,8% gestiegen, von 3,4% im März. Das ist kein Tauben-Pivot – das ist ein hawkischer Neustart.

9 von 19 Mitgliedern sehen jetzt mindestens eine Zinserhöhung DIESES JAHR. Nur 1 will eine Senkung. 8 wollen halten. Der Tonwechsel der Fed ist real – und er ist laut.

Warum das für deine Depots wichtig ist:
Höhere Zinsen = höhere Kapitalkosten = weniger Risikobereitschaft. Anleihen und Sparkonten fangen wieder an, sexy auszusehen. Aktien und Krypto? Eher nicht. Die Liquidität zieht sich zusammen. Die Volatilität schießt nach oben.

Und trotzdem liegt der $SPX ganz entspannt nahe an den Allzeithochs bei 7.420. Der Markt preist entweder eine sanfte Landung ein – oder ist komplett delusional. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen steigt bereits auf 4,48% – das ist ein Warnschuss.

Das nächste FOMC ist am 28.–29. Juli. Warsh wird entweder diese hawkische Linie bestätigen oder einknicken. Wenn du Floating-Rate-Schuldtitel hältst oder ernsthafte Allokations-Updates planst, ist das dein Zeitfenster für die rote Warnung.

Zinserhöhungen im Jahr 2025 standen vor sechs Monaten nicht auf dem Bingo-Zettel irgendjemandes. Jetzt sind sie das Basisszenario. Passe deine Einschätzung entsprechend an.