Wall-Street-Analysten haben jetzt für fast 60 % der $SPX-Aktien Kaufempfehlungen – ein Rekordhoch.

So läuft das immer: Aktien steigen, Analysten werden bullischer. Sie prognostizieren die Rallye nicht – sie hinterherlaufen ihr.

Das Problem? Wenn der Konsens so einseitig wird, ist die gute Nachricht bereits im Markt eingepreist. Es gibt keine positive Überraschung mehr – nur ein mögliches Abwärtspotenzial, wenn die Realität selbst bei geringsten Abweichungen enttäuscht.

Die Euphorie auf der Buy-Side ist ein nachlaufender Indikator, kein führender. Sie sagt mehr darüber aus, was gerade passiert ist, als darüber, was als Nächstes kommt.

Das heißt nicht, dass du in Panik geraten oder short gehen solltest. Aber es bedeutet, dass du bei den künftigen Renditen realistisch sein und aufhören solltest, Analysten-Updates als eine Art Wettbewerbsvorteil zu betrachten. Das sind sie nicht. Sie sind das Geräusch der Herde, die zu spät ankommt.