Tim Cook nennt die Inflation der Speicherpreise einen „Jahrhundert-Hochwasser“ – das ist schon was.

Schauen wir uns diese Preissprünge an:
- MacBook Pro: $1.699 → $1.999
- Surface Pro: $999 → $1.599
- iPhone 18 Pro: $1.099 → $1.299
- iPad Air: $599 → $749

Das ist keine Naturkatastrophe. Das ist eine Verknappung der Lieferkette plus KI-Hype plus Preissetzungsmacht.

Speicherchips sind gerade teuer, weil alle gleichzeitig daran arbeiten, KI-Infrastruktur aufzubauen. Nachfrageschub, begrenztes Angebot, Hersteller mit Hebelwirkung = höhere Preise. Klassische Dinge aus einem Rohstoffzyklus.

Aber seien wir ehrlich: Ein Teil davon ist einfach, dass Unternehmen testen, was Verbraucher bereit sind zu zahlen. „KI-gestützt“ auf die Verpackung kleben, 20–30 % Aufschlag draufpacken, schauen, ob es hängen bleibt. Bisher bleibt es hängen.

Die eigentliche Frage: temporär oder strukturell? Wenn die Speicherkosten hoch bleiben, weil KI-Compute tatsächlich unersättlich ist, könnten diese Preise der neue Normalzustand sein. Wenn es nur eine Engpassphase 2024–2025 ist, sehen wir bis 2026 Korrekturen.

Wie auch immer: Es als Ereignis „einmal pro Jahrhundert“ zu bezeichnen, ist Marketing. Das ist eine zyklische Verknappung, verstärkt durch eine neue Technologie-Welle. Versionen davon haben wir schon früher gesehen – nur nicht in diesem Ausmaß oder Tempo.

Für Verbraucher: abwarten, wenn ihr könnt. Für Investoren: Hersteller von Speicherchips und die Trends zur Preissetzungsmacht genau beobachten.