Amerika blockiert den digitalen Dollar bis 2030 — und hat gerade eine politische Mauer getroffen

Die US-Regierung hat eine der folgenreichsten Entscheidungen zur digitalen Währung in der Geschichte getroffen — und dann sofort vor der Tür des Weißen Hauses gestoppt.

◆ Die Abstimmung: Der US-Senat hat das 21st Century ROAD to Housing Act mit einer überwältigenden Mehrheit von 85–5 verabschiedet und ein vorübergehendes Verbot für die Federal Reserve eingebaut, eine zentrale Bank- digitale Währung bis zum 31. Dezember 2030 auszugeben. (Bitcoin Stiftung)

◆ Was das Verbot tatsächlich besagt: Die gesetzgeberische Sprache ist absichtlich breit gefasst — es verbietet der Federal Reserve und ihren Mitgliedsbanken, digitale Vermögenswerte auszugeben oder zu schaffen, die als zentrale Bank- digitale Währung fungieren, egal ob der Mechanismus direkt oder über Finanzinstitute oder andere Dritte vermittelt wird. (Crypto Economy)

◆ Trump verweigert die Unterschrift: Trump hat die Pläne storniert, das Gesetz zu unterzeichnen, und will stattdessen abwarten, bis der Kongress den SAVE AMERICA Act vorantreibt. Diesen beschrieb er als nationale Notlage — wodurch die CBDC-Verbotsklausel auf Eis gelegt wird, obwohl der Gesetzentwurf das Repräsentantenhaus mit 358–32 und den Senat mit 85–5 passiert hat. (Crypto News)

◆ Wer gewinnt, wenn das Verbot bestehen bleibt: Der praktische Effekt besteht darin, die Federal Reserve formell als möglichen Wettbewerber für private Dollar-Stablecoin-Emittenten auszuschließen. USDT und USDC machen zusammen etwa 87% der gesamten Marktkapitalisierung von Stablecoins aus. Diese liegt (Stand Mitte 2026) bei ungefähr 230 Milliarden US-Dollar über alle Ketten und Emittenten hinweg. (Crypto Economy)

◆ Die beeindruckende Position von Tether: Tether hält derzeit etwa 141 Milliarden US-Dollar in US-Staatsanleihen. Damit gehört es zu den größten nicht-staatlichen Inhabern von US-Schuldverschreibungen mit kurzer Laufzeit weltweit — vor den Zentralbanken mehrerer mittelgroßer Volkswirtschaften. (Crypto Economy)

◆ Der globale Wettlauf geht weiter: Die Europäische Zentralbank zielt auf einen vollständigen Start des digitalen Euro im Jahr 2029 ab. Der digitale Yuan Chinas ist bereits in 26 Finanzinstituten über grenzüberschreitende Zahlungsnetzwerke im Einsatz (Stand Juni 2026). Die Position der USA ist daher eine gezielte vierjährige Pause — keine dauerhafte Zurückweisung. (Crypto Economy)

◆ Die Klippe von 2030: Das Verbot der Federal Reserve für CBDCs läuft 2030 aus. Dadurch entsteht ein politischer Wendepunkt, der mit einer neuen Amtszeit des Präsidenten, einer möglicherweise veränderten Zusammensetzung des Kongresses und einem geänderten internationalen Wettbewerbsmarkt zusammenfallen wird. (Crypto Economy)

◆ Kalifornien handelt unabhängig: Neue Krypto-Vorschriften treten am 1. Juli 2026 in Kalifornien in Kraft — das Gesetz zu digitalen Finanzwerten des Bundesstaats verlangt, dass jeder, der geschäftlich mit digitalen Finanzwerten im Zusammenhang mit einem in Kalifornien ansässigen Einwohner tätig wird, eine Lizenz bei der Finanzschutzbehörde des Bundesstaats einholt. (DL News)

Während Washington über digitale Dollar diskutiert, expandiert Chinas digitaler Yuan und Europas digitaler Euro rückt dem Start näher — ist die vierjährige Pause der USA ein strategischer Vorteil oder eine kostspielige Verzögerung im globalen Rennen um die monetäre Infrastruktur?

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